Offshore-Windenergie 2013 in Deutschland: Deutliches Wachstum trotz schwieriger Marktlage

21. Januar 2014

Offshore-Windenergie 2013 in Deutschland: Deutliches Wachstum trotz schwieriger Marktlage

Frankfurt/Berlin. Im Auftrag von VDMA Power Systems und dem Bundesverband WindEnergie (BWE) ermittelte die Deutsche WindGuard den Status des Offshore-Windenergieausbaus für das Jahr 2013 in Deutschland. Demnach gingen im letzten Jahr 48 Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) mit einer Leistung von 240 Megawatt neu ans Netz. Somit speisten in Deutschland zum 31. Dezember 2013 insgesamt 116 OWEA in Nord- und Ostsee mit einer Gesamtleistung von 520,3 Megawatt Strom ein.

Neben den bereits angeschlossenen OWEA sind weitere 103 OWEA (394,6 MW) in drei Offshore-Windparks im Jahr 2013 vollständig errichtet worden, waren aber noch ohne Netzanschluss. Die Gesamtleistung der neun zum Ende 2013 im Bau befindlichen Offshore-Windparks beträgt 2.432,4 Megawatt.

Thorsten Herdan, Geschäftsführer VDMA Power Systems und Vizepräsident der Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE (SOW): „Der Durchbruch bei der ersten Ausbaustufe ist damit erreicht. Ende 2013 waren drei Offshore-Windparks (OWP) am Netz, ein zusätzlicher errichtet und acht im Bau. Die hohe Zahl von 266 verankerten Fundamenten und Teilanlagen beweist, dass die Projekte nun in die finale Fertigstellungsphase gehen. Wir rechnen damit, dass in diesem Jahr etwa 1.500 Megawatt und ungefähr weitere 1.000 Megawatt im Jahr 2015 ans Netz gehen können. Die Klausurtagung in Meseberg und ein konkreter Kabinettsbeschluss müssen das richtige Signal setzen, um Investitionen für weitere gut 3.000 Megawatt  in einem Volumen von über zehn Milliarden Euro zu sichern. Die neuen Ziele der Bundesregierung von 6.500 Megawatt bis zum Jahr 2020 sind so erreichbar.“

Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie: „Ich bin zuversichtlich, dass die Industrie die Herausforderungen im Bereich offshore meistern wird. Es ist davon auszugehen, dass es in diesem Jahr einen deutlichen Sprung nach vorn gibt. Die industriepolitische Bedeutung von Wind offshore wird sich dann erweisen. Voraussetzung für  eine weiter positive Entwicklung sind vernünftige Rahmenbedingungen seitens der Politik und die Realisierung aufgezeigter Kostensenkungspotentiale. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Fortführung der geltenden Rahmenbedingungen bis Ende 2019 hat die Planungssicherheit für Investoren und Industrie gestärkt. Mit der in den Eckpunkten des Energieministeriums angekündigten Absenkung der Vergütungen in den Jahren 2018 und 2019 wird dies nun wieder in Frage gestellt.“

Norbert Giese, stellvertretender Vorsitzender der Windenergie Agentur WAB: „Die Offshore-Windindustrie wartet auf weitere Finale Investitionsentscheidungen für die zweite Stufe des Offshore-Windenergie-Ausbaus in Deutschland. Die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags zur Offshore-Windenergie  müssen nun zügig umgesetzt werden. Nur so können Wertschöpfung und Beschäftigung bei Herstellern und Zulieferern in Deutschland mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz und knapp 18.000 Beschäftigten bereits im Jahr 2012 an der Küste wie im Hinterland gesichert und weiter ausgebaut sowie weitere Exportpotentiale geschöpft werden. Nur mit kontinuierlichem Ausbau können die energiewirtschaftliche Bedeutung der Offshore Windenergie entfaltet und die Kostensenkungspotentiale in Deutschland gehoben werden. Abhängig vom weiteren Ausbaupfad in Deutschland und weltweit liegen diese in den nächsten zehn Jahren bei etwa einem Drittel Kostensenkung.“

Download: Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland

Ansprechpartner:
Wolfram Axthelm, Bundesverband WindEnergie e.V.,  030-212341 251, w.axthelm@wind-energie.de
Sylvia Georgi, VDMA Power Systems, 069-6603 1780, sylvia.georgi@vdma.org  
Sebastian Sahm,  Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE, 030-27595-198, presse@offshore-stiftung.de
 

Tags: EEG, Energiepolitik, Energiewende, Offshore, Windenergie



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2014/offshore-windenergie-2013-deutschland-deutliches-wachstum-trotz