Raumordnungsplan für die Außenwirtschaftszone schafft Planungs- und Investitionssicherheit für die deutsche Offshoreindustrie

16. September 2009

Raumordnungsplan für die Außenwirtschaftszone schafft Planungs- und Investitionssicherheit für die deutsche Offshoreindustrie

Berlin. Die Bundesregierung hat in der heutigen Kabinettssitzung den Raumordnungsplan für die Meeresnutzung in der Außenwirtschaftszone (AWZ) der Nordsee verabschiedet. Die Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gibt erstmals einen rechtlichen Rahmen für die unterschiedlichen Nutzungen auf dem Meer, insbesondere zwischen der Offshore-Windenergie, dem Meeresumweltschutz oder der Schifffahrt.

"Der Raumordnungsplan für die Außenwirtschaftszone bringt Investitions- und Planungssicherheit für die Offshoreindustrie in Deutschland", erklärte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie. "Nach der EEG-Novelle 2009 setzt der heute verabschiedete Raumordnungsplan ein weiteres positives Signal für den Beginn der Windenergie auf hoher See."

Die Offshore-Windenergie ist neben dem Neubau an Land und dem Repowering das dritte Standbein für den Ausbau der Windenergie in Deutschland. Bis 2020 erwartet der Bundesverband WindEnergie 10.000 Megawatt installierter Leistung in Nord- und Ostsee. Zusammen mit dann 45.000 Megawatt installierter Leistung an Land wird der Anteil des Windstroms am Stromverbrauch von heute rund 7 Prozent auf über 25 Prozent steigen.

Der heutige Raumordnungsplan AWZ regelt eine erste Tranche von ca. 11.000 Megawatt. Die Festlegungen tragen der "Strategie der Bundesregierung zur Windenergienutzung auf See" sowie dem "Integrierten Klima- und Energieprogramm der Bundesregierung" Rechnung. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von ca. 25.000 Megawatt zu installieren. "Diese ambitionierte Marke ist nur zu schaffen, wenn weitere Tranchen der Raumordnung für die Nutzung der Windenergie auf hoher See folgen", so Albers.

Im europäischen Vergleich wird Deutschland auf hoher See in den nächsten zehn Jahren etwa ein Viertel der insgesamt installierten Leistung stellen, so eine auf der aktuell in Stockholm tagenden Europäischen Offshorekonferenz (www.offshorewind2009.info) vorgestellte Studie des europäischen Windenergieverbands EWEA. "Die europäische Gesamtschau zeigt, dass Deutschland seine weltweit führende Position bei der Windenergie an Land auch im Offshorebereich erreichen kann. Dazu müssen die Projekte in Nord- und Ostsee jetzt aber auch realisiert werden", betonte Albers.

Tags: Offshore, Recht



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2009/raumordnungsplan-fuer-die-aussenwirtschaftszone-schafft-planungs-und