Licht, Lärm, Infraschall – wie gut sind Windpark-Anlieger geschützt?

Gibt es ein verträgliches Miteinander zwischen Windenergie und Anwohnern? Wie gut sind Windpark-Anlieger geschützt? Diesen Fragen wird unter dem Motto „Licht, Lärm, Infraschall – Emissionen von Windenergieanlagen“ am Dienstag, 12. April, ab 17.30 Uhr im Technologiezentrum Lichtenau nachgegangen. Die Veranstaltung in Lichtenau findet in Kooperation zwischen der Energieagentur Nordrhein-Westfalen und dem Regionalverband Paderborn-Höxter-Lippe im Bundesverband Windenergie (BWE) statt.

Nach einem Grußwort von Lichtenaus Bürgermeister Josef Hartmann stellt ein Vertreter des Kreises Paderborn das Bundesimmissionsschutzgesetz als rechtliche Grundlage für den Schutz von Mensch und Natur vor. Dabei wird auch die Frage beantwortet, wie die Behörde auf Beschwerden von Bürgern über Lärmemissionen reagiert und wie die Einhaltung geltender Grenzerte überwacht wird.

Viele Anlieger empfinden die nachts rot blinkenden Lichter an Windenergieanlagen als störend. Welche Anforderungen stellt die Flugaufsichtsbehörde an die Nachtbefeuerung und welche Maßnahmen sind wirklich notwendig? Darüber informiert Dr. Oliver Frank von der Anwaltssozietät Engemann und Partner aus Lippstadt, der auch Vorsitzender des BWE-Arbeitskreises „Kennzeichnung“ ist.

Windkraftkritiker weisen auf gesundheitliche Gefahren durch Infraschall hin. Über die Erkenntnisse der Wissenschaft zu Infraschall-Emissionen von Windenergieanlagen berichtet Lars Schnatbaum-Laumann vom Netzwerk Windenergie der Energieagentur NRW. Oliver Bunk von der Firma Kötter Consulting Engineers aus Rheine stellt die Ergebnisse von Infraschall-Messungen am Windpark Weiberg im Kreis Paderbon vor.

 Die Veranstalter wollen die teils emotional geführte Diskussion um den Ausbau der Windenergie durch die Regionalveranstaltung in Lichtenau versachlichen und wünschen sich, dass vor allem auch Windkraftkritiker und Entscheidungsträger in den Kommunen die Möglichkeit zur Information nutzen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, es ist jedoch eine Anmeldung erforderlich über das Internet-Portal der Energieagentur NRW (www.energieagentur.nrw/windenergie/netzwerk-windenergie).