FA Wind und BWE starten Umfrage zu Genehmigungshemnissen - Betroffene Projekte gesucht

Die Fachagentur Wind an Land (FA Wind) und der Bundesverband WindEnergie (BWE) ermitteln in einer Umfrage die Situation beklagter sowie durch Drehfunkfeuer blockierter Windenergieprojekte.

Seit 2017 verharren die monatlichen Genehmigungszahlen für neue Windenergieanlagen auf einem Drittel dessen, was in den Jahren 2014 bis 2016 monatlich genehmigt wurde. Die Gründe für die desolate Genehmigungslage sind vielschichtig. Hemmnisse begründen sich u.a. im Schutzbereich von Drehfunkfeuern als auch in militärischen Belangen. Eine Erhebung des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) im Jahr 2015 ergab, dass rund 2.300 MW Windenergieleistung wegen Drehfunkfeuer-Konflikten seinerzeit nicht realisiert werden konnten. Es ist zu vermuten, dass sich seither die Hemmnisse kaum abbauen ließen. Konflikte aufgrund von militärischen Restriktionen könnten sogar noch zugenommen haben.

Durch die Erteilung der Genehmigung scheint so mancher Konflikt für das Windenergieprojekt noch längst nicht ausgestanden; denn viele genehmigte Anlagen werden trotz auskömmlicher ökonomischer Konditionen in den Ausschreibungsrunden nicht geboten. Die letzten Gebotsrunden waren teils gravierend unterzeichnet: In der Februar-Auktion wurden lediglich 27 Prozent der teilnahmeberechtigen Leistungsmenge geboten; im Mai und Oktober 2018 beteiligten sich nur etwa 40 Prozent. Die Gründe dafür dürften insbesondere in gerichtlichen Klagen gegen erteilte Genehmigungen zu finden sein.

Die FA Wind hat zusammen mit dem BWE eine Branchen-Umfrage gestartet, mit der bundesweit empirische Daten zu durch Klagen bzw. durch DVOR/Militär blockierten Windprojekten erhoben werden.

Sollten Sie auch von beklagten Genehmigungen für Windenergieanlagen betroffen sein oder einen Windpark planen, der durch Drehfunkfeuer/militärische Belange blockiert wird, dann füllen Sie bitte den unten angeführten Fragebogen aus und senden ihn bis spätestens 31. Mai 2019 an uns zurück.

Die Umfrageergebnisse werden im Nachgang veröffentlicht.

Link zur Umfrage