EE-Verbände fordern klares Bekenntnis zur Umsetzung der Energiewende in Brandenburg

Potsdam. Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum - Akzeptanz gemeinsam erhöhen - Verbände fordern klares Bekenntnis von der Landesregierung bei der Energiestrategie

Die wirtschafts- und industriepolitische Bedeutung der Erneuerbaren Energien in Brandenburg wächst kontinuierlich. Arbeitsplätze und Wertschöpfung sind bereits heute eine Erfolgsgeschichte und werden noch erheblich an Bedeutung gewinnen, wenn das Energieland Brandenburg Schritt für Schritt auf die Verstromung der Braunkohle verzichtet. Wie eine kürzlich veröffentlichte Studie der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ergeben hat, befürworten 90 Prozent der Befragten den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung. Vor allem die wachsende Beschäftigung und die damit verbundene Wertschöpfung im ländlichen Raum seien Gründe für diesen großen Zuspruch.

"Damit die Energiewende auch in Brandenburg gelingt und die Menschen vor Ort eine positive Perspektive für die Zukunft entwickeln, ist es wichtig, für diese Region einen passenden Plan für die Umsetzung der Energiewende zu schaffen", sagte Prof. Dr. Ortwin Renn, Wissenschaftlicher Direktor am Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS ), auf dem Parlamentarischen Abend der Brandenburger Erneuerbaren Energien am gestrigen Mittwoch den 9. November im Potsdamer Landtag. Eingeladen hatten der Berlin-Brandenburg Energy Network e.V. (BEN), der Landesverband Berlin/Brandenburg im Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und die Regionalgruppe Berlin Brandenburg im Fachverband Biogas e.V.

Für die Erneuerbaren Energien sind die Aussagen des Wissenschaftlers ein entscheidender Hinweis für die zukünftige Zusammenarbeit mit der Politik. "Die Landespolitik muss gemeinsam mit den regenerativen Energien den Weg hin zu 100 Prozent erneuerbar sowohl bei der Stromversorgung als auch bei der Wärme und der Mobilität verantwortungsvoll und zielstrebig gehen. Damit werden alle Chancen für Brandenburg genutzt und die Akzeptanz erhöht" – so lautet der gemeinsame Zuruf der Erneuerbaren an die Mitglieder des Landtages.
Das Land Brandenburg hat eine starke Interessenvertretung, die alle Akteure der EE-Branche vereint -  von der Industrie über die Wissenschaft bis hin zu Dienstleistungsbetrieben. Die Zahl der Unternehmen, die in der Erneuerbaren Energie-Branche tätig sind, hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Auch viele junge Unternehmen sind in den Verbänden aktiv. 

Gemeinsam fordern die Verbände von der Landesregierung, die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen im EEG 2017 in die laufende Überarbeitung der Energiestrategie des Landes einfließen zu lassen. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die eine breite Beteiligung von Bürgern und Kommunen sichern ohne durch landesspezifische Lösungen im bundesweiten Wettbewerb um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zurückzufallen. Mit dem Ausbau dieser nachhaltigen Energiebereitstellung werden auch nachhaltig Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum geschaffen.

Die drei Organisationen wünschen sich einen runden Tisch der Energieversorgung Berlin/Brandenburg, damit die gesamtwirtschaftliche Mammutaufgabe „Energiewende“ als gemeinschaftliches Wirken von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gelingen kann.

Download der gemeinsamen Pressemitteilung (pdf)

Kontakt:
Landesverband Berlin/Brandenburg im BWE, Laura Kölbel, Leiterin der Landesgeschäftsstelle
Tel. 0331 / 273428-84, Mail: be-bb(at)bwe-regional.de

Fachverband Biogas e.V. (FvB), Andrea Horbelt, Pressesprecherin
Tel. 08161 / 984663, Mail: andrea.horbelt(at)biogas.org

Berlin-Brandenburg Energy Network e.V. (BEN), Anja Engelmohr, Netzwerkkoordinatorin
Tel. 030 / 555 70-815, Mail: aengelmohr(at)bbenergynetwork.de