BWE auf den Spreewindtagen - Das Rot in der Ampel steht für ei....

BWE auf den Spreewindtagen - Das Rot in der Ampel steht für einen Stopp der fossilen Energie

BWE auf den Spreewindtagen - Das Rot in der Ampel steht für einen Stopp der fossilen Energie

Vom 10. bis zum 12. November fanden in Potsdam die 29. Windenergietage, besser bekannt als Spreewindtage, statt. Mit über 2.000 Teilnehmern aus der Windbranche ist dies neben der jährlichen Messe DAS Großevent für die Branche. Der BWE war mit einem Stand vor Ort, organisierte zusammen mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg ein eigenes Forum und BWE Geschäftsführer Wolfram Axthelm war als Redner auf mehreren der 60 angebotenen Foren präsent.

Spreewindtage in Potsdam

Für den Verband war die dreitägige Veranstaltung eine ideale Plattforum, um mit den Mitgliedern ins Gespräch zu kommen. Druckfrisch wurde die neue Arbeitsplatzbroschüre, als Auftakt für eine Kampagne, die dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll, auf dem BWE Stand präsentiert.

Ein Bundestagsabgeordneter, ein Landesminister, Branchenpioniere und Industrievertreter – sie alle waren auf den 3 Panels des BWE Forums vertreten.

BWE Präsident Hermann Albers eröffnete das Forum mit einem Blick nach Glasgow: „Die Zeichen stehen auf Verlängerung, das hilft aber nicht, wenn am Sonntag die Ergebnisse nicht belastbar werden“. Deutschland muss Signale setzten und den Schwung vergangener Tage wieder hervorholen“ so der Präsident. 

Das Erste Panel hatte den Titel: „Ampelkoalition - freie Fahrt für die Windenergie? Das Bild der Ampel wurde von Johann Saathoff, MdB und SPD-Mitglied, aufgegriffen. „Sie fahren auf der Straße, sehen die Ampel – das Rot steht dafür, dass Sie aufhören fossile Kraftstoffe zu verschwenden“. Dafür erntete er viel Applaus.

Björn Wenzlaff, Geschäftsführer von Windwärts, gab der Politik mit auf den Weg, sich zügig um eine Beschleunigung der Genehmigungen kümmern zu müssen. Rund 10 GW an Genehmigungsanträgen lägen zurzeit in den Behörden, die darauf warten, erledigt zu werden. Auch beim Naturschutz brauche die Branche endlich klare und verbindliche Rahmenbedingungen, um den Ausbau wieder in Fahrt zu bringen. Denn, und da waren sich alle auf dem Podium einig: Die Windenergie kann liefern.

Brandenburg – Modellregion der Energiewende
Im letzten Teil des BWE Forums war Landesminister Prof. Jörg Steinbach zu Gast. Er wies darauf hin, dass ein hoher Anteil an Erneuerbaren Energien sich als Standortvorteil erweisen könne. Auch sei es dringend notwendig, das dichte Regulierungsgeflecht zu entzerren.

Dieser Meinung war auch Philipp Vorher der auf dem Podium den Hersteller Enercon vertrat. Die Branche stehe bereit. Es müssten Hemmnisse abgebaut werden, um die Leistungsfähigkeit der Windenergie wieder voll entfalten zu können.

Auch Gewerkschaftsvertreter Oliver Heinrich von der IG BCE betonte, dass es um ein vernünftiges Miteinander gehe, welches die Zukunft der Lausitz und das Gelingen der Energiewende in Einklang bringen würde. Sowohl die Windenergiebranche als auch die Braunkohlewirtschaft seien bedeutende Akteure für die wirtschaftliche Entwicklung in Brandenburg. Beide sichern tausende Arbeitsplätze in der Region und tragen erheblich zur Wertschöpfung und damit zum Wohlstand bei. 

Der BWE wird dazu beitragen, dass dieser Strukturwandel auch in Brandenburg gelingen kann und wird.

Gute Stimmung und optimistischer Blick in die Zukunft
Auf der Veranstaltung zeigte sich: Die Windbranche blickt wieder zuversichtlicher in die Zukunft als noch vor 2 Jahren. Dies zeigte sich in vielen Fachdiskussionen auf und neben den Foren. Wann es der Branche wieder möglich ist, in dieser  Form zusammen zu kommen ist unklar. Die Pandemie ist in einem Allzeithoch.  Die Themen liegen aber auf dem Tisch und der Verband hat in Gesprächen mit seinen Mitgliedern viele Impulse erhalten. Diese werden nun bearbeitet - das geht zum Glück auch wunderbar digital.

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