5. Windbranchentag in Hessen: Experten diskutieren Ziele und Chancen für Ausbau der Windenergie

Hessen will bis 2050 seine Strom- und Wärmeproduktion zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gewinnen. Der Anteil an der Stromproduktion soll bereits bis Ende 2018 auf rund 25 Prozent steigen. Soweit die Ziele der Landesregierung. Ob diese erreicht werden, hält Energieminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) nach der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes jedoch für "sportlich". Der Minister war zu Gast auf dem Branchentag in Wiesbaden.

Für dieses Jahr rechnet die Landesregierung noch mit einem ähnlich starken Ausbau von über 200 Megawatt wie in den Vorjahren. (2014: 214 MW, 2015: 207 MW) Als „spannende Frage“ bezeichnete es Al-Wazir, ob es nach der in der Novelle des EEG verankerten Umstellung auf Ausschreibungen im kommenden Jahr einen „Fadenriss“ beim Ausbau der Windenergie geben werde.

Landesvertreter des Bundesverbandes WindEnergie betonten, dass der Ausbau in den kommenden Jahren auf rund 400 MW jährlich verdoppelt werden müsse, damit die Ziele der hessischen Landesregierung erreicht würden. Die Entwicklung der letzten Jahre wird aufgrund der Anstrengungen der schwarz-grünen Regierung als positiv bewertet. Zukünftig müssen Landesregierung, Regionalplanung und die Windbranche aber alle Kräfte bündeln.
Hemmnisse gelte es zum Beispiel bei überzogenen Naturschutzvorgaben und Denkmalschutz-Auflagen zu überwinden.