Neues Prognoseverfahren - Technische Anpassung beim Schallschutz für Windenergie

02. Februar 2018

Neues Prognoseverfahren - Technische Anpassung beim Schallschutz für Windenergie

Kiel. Zum gestern (1. Februar 2018) veröffentlichten Erlass der Landesregierung zum neuen Schallprognoseverfahren erklärt Reinhard Christiansen, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Windenergie (BWE) e. V. Landesverband Schleswig-Holstein:

Aktuell prüfen wir, welche Auswirkungen der neue Erlass auf die Windparkplanungen in Schleswig-Holstein hat. Teilweise wird sich erst in der Praxis zeigen, wie sich der Erlass konkret auswirken wird, auch auf Bestandsanlagen. Bereits jetzt ist festzustellen, dass die bestehende TA Lärm weiterhin rechtsgültig ist und damit auch der Maßstab für die zukünftigen Bewertungen bleibt.

Der BWE begrüßt grundsätzlich, dass die neuen technischen Anforderungen durch diesen Erlass Berücksichtigung finden. Damit werden die Belange der Bürger noch stärker berücksichtigt. Die Landesregierung schafft gleichzeitig Planungssicherheit für die zukünftigen Investitionen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Schleswig-Holstein im bundesweiten Wettbewerb nicht schlechter gestellt wird.

Die Branche steht nach wie vor bereit, um die Verantwortung für den weiteren Ausbau zu übernehmen, damit die im Koalitionsvertrag vereinbarten Erzeugungs- und Klimaschutz-Ziele erreicht werden können. Der weitere Ausbau, um diese Ziele zu erreichen, muss auch bei Anwendung des neuen Erlasses gewährleistet sein.

Kontakt für die Medien:
Jana Lüth, Bundesverband Windenergie (BWE)
Landesgeschäftsstelle Schleswig-Holstein
Tel.: 0431 – 90 860 170
  j.lueth@wind-energie.de

Der Landesverband WindEnergie Schleswig-Holstein (BWE SH) hat 5.000 Mitglieder, überwiegend Bürgerwindparks mit etwa 15.000 Kommanditisten. Die Branche investiert jährlich mehr als eine Milliarde Euro in Schleswig-Holstein. Die 3.435 Windkraftanlagen des Bundeslandes haben eine installierte Leistung von circa 5,9 Gigawatt.  Das entspricht der Leistung von fünf durchschnittlichen Atomkraftwerken. Die Mitglieder des BWE S-H haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Land seinen Strombedarf mittlerweile  vollständig aus erneuerbaren Energien decken kann. An der Windenergiebranche hängen allein in Schleswig-Holstein mehr als 9.000 direkte Arbeitsplätze und ein Gewerbesteueraufkommen von jährlich rund 60 Millionen Euro. Diese Steuern kommen zum Großteil vergleichsweise strukturschwachen Regionen zugute.

Tags zum Artikel: Akzeptanz, Bundesländer, Naturschutz, Schall, Umwelt, Windenergie



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2018/neues-prognoseverfahren-technische-anpassung-beim-schallschutz-fuer-0