BWE stellt Geschäftsmöglichkeiten in Argentinien vor

02. Oktober 2017

BWE stellt Geschäftsmöglichkeiten in Argentinien vor

Berlin. Am 13. September stellte der BWE bereits auf der Husum Wind die Abschlussergebnisse des Projektes „Enabling Wind Argentina“ im Rahmen einer Frühstücksveranstaltung, die von BWE-Präsident Hermann Albers zusammen mit dem Geschäftsführer des Erneuerbaren Netzwerks Schleswig-Holstein und dem Argentinischen Generalkonsulat eröffnet wurde, vor.  

BWE-Präsident Hermann Albers und Ramiro Gomez Barinaga, Berater des Argentinischen Ministeriums für Energie und Bergbau

In dem vom Auswärtigen Amt geförderten und in Zusammenarbeit mit dem Argentinischen Erneuerbaren- Verband (CADER) und eclareon durchgeführten Projekt wurden die Rahmenbedingungen und Barrieren für den Windenergieausbau in Argentinien untersucht, aktuelle Geschäftsmodelle auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht und abschließend Empfehlungen zum Abbau der Investitionsbarrieren an Politik und Wirtschaft formuliert.

Während Robert Brückmann vom Projektpartner eclareon auf die vergleichsweise hohe Inflationsrate und Kreditzinsen, aber auch auf positive Trends u.a. aufgrund der von der aktuellen Regierung geschaffenen regulatorischen Rahmenbedingungen hinwies, beschrieb Maria Pineiro von ABO Wind die Herausforderungen, die noch im logistischen Bereich und bei der Infrastruktur bestehen.

Von besonderem Interesse waren die Einschätzungen zu den diesjährigen – in den ersten beiden Runden deutlich überzeichneten – Ausschreibungen von Ramiro Gomez Barinaga, der das Argentinische Ministerium für Bergbau und Energie maßgeblich bei der Ausgestaltung des Erneuerbare Energien Förderrahmens beraten hat. Er hob insbesondere die Herausforderung für die Schaffung eines Finanzierungsrahmens hervor, der auch ausländische Investitionen ausreichend absichert. Das Argentinische System basiert auf Ausschreibungen und 20-jährigen Abnahmeverträgen mit Festvergütung. Zahlungsansprüche werden kaskadenartig in zweiter Instanz durch einen staatlichen Fond und ggf. in dritter Instanz zusätzlich durch Weltbankgarantien gedeckt.

Branchenvertreter sind optimistisch hinsichtlich der weiteren Entwicklungen in dem südamerikanischen Land, das aktuell als einer der vielversprechendsten aufkommenden Windenergiemärkte weltweit gilt. Diese Einschätzung teilt auch der internationale Windbranchenverband GWEC, der Anfang September zusammen mit der Deutsch-Argentinischen Außenhandelskammer einen Stakeholder-Workshop in Argentinien veranstaltete.

Die installierte Windleistung in Argentinien betrug zuletzt  279 MW (Ende 2016).  Unter der neuen argentinischen Regierung wurde zu Beginn des Jahres 2016 beschlossen, den Erneuerbaren- Anteil im Gesamtenergiemix von 1,3 % in 2013 auf 8 % in 2018 und 20 % in 2025 zu steigern.

Ab sofort stehen der Bericht  „Enabling Wind Argentina“  sowie weitere Vorträge zum Argentinischen Windmarkt auf der BWE-Themenseite Internationales/Aktuelles zum Download zur Verfügung. 

Kontakt: Maria Hoeft
Bundesverband WindEnergie e.V.
Referentin Abteilung Politik
T +49 30 / 212341-246
m.hoeft@wind-energie.de



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2017/bwe-stellt-geschaeftsmoeglichkeiten-argentinien-vor