Umfrage zu Energiegenossenschaften: Zahl der Neugründungen eingebrochen

16. Juli 2015

Umfrage zu Energiegenossenschaften: Zahl der Neugründungen eingebrochen

Die Anzahl der Neugründungen von Energiegenossenschaften ist im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent zurückgegangen. Waren es 2013 noch 129 so wurden in 2014 nur noch 54 Neugründungen registriert. Dies teilten heute der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) und die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit.

Nachdem in den vergangenen Jahren das Konzept der Energieerzeugung in Bürgerhand einen Boom erlebte, so Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender der DGRV, sei diese Entwicklung nun gestoppt. Die Ursachen sieht er in der Reform des EEG und den darin vorgesehenen Ausschreibungsverfahren auch für kleinere Projekte der Erneuerbaren sowie in geplanten Änderungen im Kapitalanlagegesetzbuch, die zu einem Investitionsstau geführt hätten.

Für das Ausschreibungsverfahren zum Bau von Windenergieanlagen an Land schlägt Ott eine Übertragungsregel für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor. Diese sollten sich nicht am Bieterverfahren beteiligen müssen, sondern die Preise daraus übernehmen. Dadurch würden eine gleitende Umstellung auf Ausschreibungen und der Erhalt der Akteursvielfalt ermöglicht.

Die Umfrage ergab, dass ein Drittel der Genossenschaften ihre Zukunft in der Windenergie sehen und hier im kommenden Jahr umfangreiche Investitionen planen. Bereits heute sind 15 Prozent von Ihnen mit durchschnittlich 544.000 Euro an Windprojekten beteiligt.

Ergänzend hatte die AEE in einer Blitzumfrage bei Energie-Kommunen ermittelt, dass für fast 80 Prozent der Befragten die Bürgerbeteiligung an erneuerbaren Projekten einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz leistet.

Tags zum Artikel: Bürgerbeteiligung, Dezentrale Versorgung, Regionale Wertschöpfung, Windenergie



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2015/umfrage-zu-energiegenossenschaften-zahl-der-neugruendungen-eingebrochen