Pilotphase für Minutenreserveleistung

18. Dezember 2015

Pilotphase für Minutenreserveleistung

In den nächsten zwei Jahren können Windenergieanlagen erstmals im Rahmen einer Pilotphase Minutenreserveleistung anbieten. Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben gestern einen entsprechenden Leitfaden veröffentlicht, der die nötigen Anforderungen an Windenergieanlagen für die Teilnahme (Präqualifikationsverfahren) regelt.

In die Erstellung waren mehrere BWE-Mitgliedsunternehmen intensiv eingebunden. In einem Projekt in der 50Hertz-Regelzone entwickelten energy & meteo systems, ENERCON, WIND-projekt und Statkraft aus den technischen Anforderungen ein wirtschaftliches Verfahren. Aus Sicht des BWE ist insbesondere die Art des Nachweisverfahrens hervorzuheben.

Der Nachweis der erbrachten Regelleistung soll über die zum Zeitpunkt der Regelleistungserbringung „mögliche Einspeisung“ der Windenergieanlage und nicht mehr über einen pauschalen Fahrplan erfolgen. Das Fahrplanverfahren würde zu unnötigen Energieverlusten führen, da die Windenergieanlage vor der Regelleistungserbringung auf einen festen Fahrplanwert gedrosselt werden müsste. Damit wurde eine wesentliche BWE-Forderung umgesetzt.

Zum Leitfaden: https://www.regelleistung.net/ext/static/mrl

Tags zum Artikel: Netze, Netzintegration, Versorgungssicherheit



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2015/pilotphase-fuer-minutenreserveleistung