Mehrheit der Menschen will keine Rückkehr zu Braunkohle und Atom - Energiewende stärkt Nordosten

08. Juli 2015

Mehrheit der Menschen will keine Rückkehr zu Braunkohle und Atom - Energiewende stärkt Nordosten

„15.000 Unterschriften stehen nicht für 1,6 Millionen Menschen! Die Landespolitik darf sich vor den zweifelsohne lautstarken Anhängern von Kohle und Atom nicht zurückziehen. Es gilt jetzt standhaft die Erfolge der Energiewende für den Nordosten zu vertreten. Die von Bayern vom Zaun gebrochene und von den Gegnern der Energiewende dankbar aufgegriffene Abstandsdebatte geht an den Realitäten vorbei und schadet dem wirtschaftlichen Potenzial des Landes", so Andreas Jesse, Vorsitzender Bundesverband WindEnergie (BWE) Mecklenburg-Vorpommern.

Anlässlich der heutigen Übergabe von Unterschriften von Windkraftgegner an die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern machte der BWE-Landesvorsitzende weiter deutlich: „Die preiswerte Windenergie sichert im Land 7.900 fair bezahlte Arbeitsplätze. Wichtige Unternehmen aus dem Hersteller- und Zuliefererbereich sind im Land aktiv und sorgen mit steigenden Erfolgen in ausländischen Märkten für Wertschöpfung bei uns im Land. Bis 1990 exportierte Mecklenburg-Vorpommern Strom in andere Bundesländer. Wir sind heute dank Windenergie dabei, wieder in die Liga der Energieexporteure aufzusteigen. All diese Chance gilt es beherzt zu nutzen, wie es der Landtag mit der breiten Zustimmung zum Landesenergiekonzept jüngst getan hat."

Der BWE geht davon aus, dass die Landesregierung die Unterschriften genau prüft. Es stehe zu vermuten, dass die Initiatoren auch viele Unterschriften von Menschen vorgelegt haben, die nicht im Land zu Hause sind.

„Wir wollen Windenergie dort, wo der Wind weht, gemeinsam mit den Menschen und unter Sicherstellung der Anforderungen des Artenschutzes. Aktuell werden zur Wohnbebauung bereits deutlich größere Abstände vorgenommen als diese das Bundes-Immissionsschutzgesetz und die TA Lärm erfordern oder in anderen Bundesländern Praxis sind. Selbst im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern würde mit den von den Gegnern der Erzeugung sauberer Energie verlangten Abständen die Flächenkulisse zusammenbrechen und die Energiewende zu Ende sein. Dies will die Mehrheit der Menschen in unserem Land genauso wenig, wie die Rückkehr zu Braunkohle und Atom", unterstrich Andreas Jesse.

Tags zum Artikel: Abstandsregelungen, Erneuerbare Energien, Regionale Wertschöpfung



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2015/mehrheit-der-menschen-will-keine-rueckkehr-zu-braunkohle-und-atom-energiewende