Landesregierung und Bundesverband Windenergie arbeiten an Lösung für den  geordneten Ausbau der Windenergie in Schleswig-Holstein

08. April 2015

Landesregierung und Bundesverband Windenergie arbeiten an Lösung für den geordneten Ausbau der Windenergie in Schleswig-Holstein

Husum. Jetzt nur nicht kopflos werden. Dass die Windenergiebranche eine große Bedeutung für unser Land hat, bestreitet inzwischen niemand mehr: Es ist Schleswig-Holsteins Beitrag zum Klimaschutz mit einem hohen Wertschöpfungsfaktor. Die Windenergie sorgt für mehr als 9.000 Arbeitsplätze und Investitionen von rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2014. Ende Januar jedoch erklärte das Oberverwaltungsgericht die Windeignungsflächen in zwei Teilgebieten für unwirksam – mit noch unbekannten Folgen für das ganze Land.

Der Landesverband Windenergie machte daraufhin der Landesregierung den Vorschlag, Vorranggebiete auszuweisen an Stelle von Eignungsgebieten. Ein interessanter Vorschlag, der zu einer zügigen neuen Steuerung der Windenergie im Land führen könnte, wie die Staatskanzlei bestätigte. Denn auch 2015 und in den Folgejahren soll der Ausbau planvoll weitergehen. 

„Der Ministerpräsident und wir werden nach dem zweiten runden Tisch am 27. April die  Öffentlichkeit über unsere Lösungsvorschläge informieren“, so Reinhard Christiansen, Vorstand des Landesverbandes Windenergie. „Wir werden die Vorreiterrolle Schleswig-Holsteins als  Windland nicht aufs Spiel setzen - gemeinsam mit Bürgervertretern und Naturschützern. Aber wir sollten bis dahin nicht in Spekulationen oder Aktionismus verfallen oder kopflos werden. Unser Ergebnis muss dauerhaft sein, dann lieber einmal mehr überlegen“, mahnte Christiansen. Sorgen, dass es zu dem viel beschworenen Wildwuchs kommen könnte, macht er sich nicht. 

Ernst Hansen, Leiter der Landesplanung in der Staatskanzlei, unterstrich die Verbandsforderung: „Wir haben fristwahrende Rechtsmittel gegen die OVG-Urteile eingelegt und prüfen auch mögliche gesetzgeberische Maßnahmen. Der Ministerpräsident hat zu einem zweiten Runden Tisch am 27. April in Kiel eingeladen und in der Folge trifft sich die Landesplanung mit allen Beteiligten, darunter dem BWE, um die möglichen Lösungen zu besprechen. Wir werden zu einer Regelung kommen, die durch eine planerische Steuerung den Investoren Rechtssicherheit gibt und die Akzeptanz der Bevölkerung sichert.“ 

Kontakt:
Bundesverband WindEnergie e.V.
Landesgeschäftsstelle Schleswig-Holstein
Nicole Knudsen
Industriestraße 30a
25813 Husum
Telefon: 0152 33 73 96 18
E-Mail: sh@bwe-regional.

Tags zum Artikel: Bundesländer, Genehmigung, Planung, Regionale Wertschöpfung, Windenergie



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2015/landesregierung-und-bundesverband-windenergie-arbeiten-loesung-fuer-den