COP21 umsetzen: Ausbauziele für Erneuerbare Energien erhöhen

13. Dezember 2015

COP21 umsetzen: Ausbauziele für Erneuerbare Energien erhöhen

Pressemitteilung des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Berlin.  Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), zum gestern beschlossenen Abschlusspapier der UN-Klimakonferenz von Paris:

„Mit dem Klimavertrag von Paris wurde die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft endgültig besiegelt. Die Weltstaatengemeinschaft sendet ein starkes Signal auch an Deutschland, die Energiewirtschaft beschleunigt umzubauen, weg von Kohle und Öl. In der Konsequenz sollten die Bundesregierung und die EU die nationalen und europäischen Ausbauziele für Erneuerbare Energien jetzt anheben, um unsere Energieversorgung rasch auf die saubere Basis von 100 Prozent Erneuerbare Energien zu stellen. Im Stromsektor könnten wir bereits 2020 einen Anteil von über 45 Prozent Ökostrom erreichen – und damit fünf Jahre schneller als von der Bundesregierung vorgesehen. Auch aus Brüssel sind für alle EU-Staaten deutlich ambitioniertere und verbindliche Ausbauziele erforderlich, wenn wir den Pariser Vertrag für Klimaschutz ernstnehmen.

Für die deutschen Unternehmen bieten sich mit diesem globalen Klimakonsens große Chancen, ihre Technologieführerschaft bei Wind-, Sonnen- und Biomassekraftwerken und in der Effizienztechnik in Exporterfolge umzumünzen.
Jetzt geht es darum, den Worten Taten folgen zu lassen. Die C02-Reduktion darf nicht nur auf dem Papier stehen. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind der Schlüssel für das Unterschreiten der 1,5-Grad-Grenze.

Doch nicht nur der Stromsektor muss dekarbonisiert werden. Im Wärmesektor und im Verkehr muss die Bundesregierung durch Anreize und ordnungspolitische Maßnahmen endlich eine Kehrtwende einleiten. Hier ist das Potenzial für den Klimaschutz besonders groß. Noch immer gibt es zu viele gesetzliche Barrieren für Erneuerbare Energien. Zu viele Förderprogramme laufen nicht synchron und widersprechen der von der Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit gewollten Energiewende. So ist es ein Skandal, dass die staatliche KfW noch immer Ölheizungen fördert und damit den Klimaschutzzielen entgegenearbeitet.“

Kontakt:
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Invalidenstraße 91, 10115 Berlin
Tel.: 030 / 275 81 70-15
E-Mail: presse(at)bee-ev.de

Tags zum Artikel: Energieeffizienz, Energiepolitik, Energiewende, Erneuerbare Energien, Klimaschutz



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