Nach 5 Jahren Pause wieder in die Energiewende einklinken!

01. Oktober 2014

Nach 5 Jahren Pause wieder in die Energiewende einklinken!

Windbranche appelliert an Sachsens Landtagsabgeordnete: Erneuerbare wieder unterstützen. In einem Brief an die neugewählten Abgeordneten des Sächsischen Landtages fordert der Bundesverband Windenergie Landesverband Sachsen (BWE Sachsen) die Parlamentarier zu mehr Mut bei der Umsetzung der Energiewende im Freistaat auf.

Nicht ohne Grund wendet sich die Windbranche gerade jetzt an die Landespolitiker. Wurde doch während der vergangenen fünf Jahre der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien in Sachsen massiv blockiert und insbesondere die Windenergie schlecht geredet. In den laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD besteht jetzt, so der BWE Sachsen, die Chance, das Ruder herumzureißen und wieder Anschluss an die anderen Bundesländer zu bekommen.

„Sachsen kann und muss sich endlich wieder in die Energiewende einklinken“, so Prof. Dr. Martin Maslaton, Energierechtsexperte und Vorsitzender des BWE Sachsen sowie Mitunterzeichner des offenen Briefes an die Landtagsabgeordneten. „Schließlich ist eine überdeutliche Mehrheit der Bundesbürger weiterhin für die Energiewende! CDU und SPD haben es jetzt in der Hand, sich von der vor allem von der FDP betriebenen Blockadepolitik gegenüber den Erneuerbaren Energien zu verabschieden. Vor allem die bisherige Windradverhinderungspolitik muss ein Ende haben. Schließlich ist die Windenergie nach wie vor der kostengünstigste und effizienteste Leistungsträger unter den Erneuerbaren Energien.“

In dem Brief an die Parlamentarier betont der BWE Sachsen die wirtschaftliche Bedeutung der Windbrache für Deutschland sowie den Freistaat Sachsen. „Der Exportanteil deutscher Anlagenhersteller liegt bei 67 Prozent. Betreiber und Dienstleister – vom Projektierer über den Windgutachter bis zum Wartungsunternehmer – sind international gefragte Fachleute. Der seit Jahren stabile und so berechenbare Ausbau der Windenergie im Heimatmarkt Deutschland ist dabei die entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Branche. Das DIW Econ hat herausgearbeitet, dass die Windenergiebranche für deutlich über 100.000 Arbeitsplätze, eine jährliche Investitionsnachfrage in Höhe von 8,2 Milliarden Euro und zusätzlich 1,2 Milliarden Euro an Nachfrage nach Betriebsleistungen steht. Im Freistaat Sachsen stehen die Bosch Rexroth GmbH und die VEM Sachsenwerk GmbH in Dresden sowie die Eickhoff Wind Power GmbH in Klipphausen beispielhaft für die dynamische Entwicklung der Branche. Diese Unternehmen stehen exemplarisch für den wirtschaftlichen Aufschwung, den der gesamte Freistaat in den letzten Jahren, auch durch Investitionen in die Energiewende, erlebt hat.“

„Wirtschaftswachstum und Klimaschutz lassen sich gerade bei den Erneuerbaren Energien wunderbar miteinander verbinden. Andere Bundesländer machen es vor“, so Prof. Maslaton. „Vorrang- und Eignungsgebiete in den Regionalplänen, Windkrafterlass und Ausbauziele - es gibt viel zu tun, um in Sachsen bei der Windenergie wieder den Anschluss zu finden. Der schwarz-rote Koalitionsvertrag wäre ein guter Ort, um hier einen neuen Kurs festzuschreiben. Einen Kurs der endlich auch in Sachsen die Energiewende weiter voranbringt.“

Ein auf Sonne und Wind basierender Energiemarkt ist möglich. Ein Blick nach Schweden, so formuliert es der BWE Sachsen in seinem Brief, zeige zudem, dass die dortigen Diskussionen um die künftige Ausrichtung von Vattenfall durchaus Auswirkungen auf die Energiepolitik in Sachsen haben können. Deshalb wird es für den Freistaat wichtig sein, rechtszeitig den Strukturwandel zu unterstützen. „Lediglich elf neue Windenergieanlagen, wie in diesem Jahr genehmigt, werden da aber bei weitem nicht reichen“, bekräftigt der BWE-Landesvorsitzende. „Doch mit mehr Genehmigungen allein ist es nicht getan. Die neue Landesregierung muss endlich auch wieder in der Bevölkerung für die Energiewende und die Windenergie werben und außerdem dringend zwischen Anwohnern und Investoren vermitteln, statt Ängste zu schüren wie bisher“, bekräftigt Prof. Maslaton abschließend.

Rückfragen:
Prof. Dr. Martin Maslaton, Tel.: 0341 / 14 95 00, Mail: martin@maslaton.de
Stephan Trutschler (MEDIENKONTOR), Tel. 0177 / 31 60 515

Tags zum Artikel: Bundesländer, Energiepolitik, Genehmigung, Onshore, Windenergie, Windkraft



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2014/nach-5-jahren-pause-wieder-die-energiewende-einklinken