Brandenburg muss Spitzenreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien bleiben

04. September 2014

Brandenburg muss Spitzenreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien bleiben

Die Verbände der erneuerbaren Energien appellieren an die in Brandenburg zur Wahl stehenden Parteien, Herausforderungen der Energiewende als Chance für das Land zu sehen. Potsdam. Das Berlin-Brandenburg Energy Network e.V.,  die Landesgruppen des Bundesverband WindEnergie e.V. und des Fachverband Biogas e.V. fordern im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion, dass die in Brandenburg zur Wahl stehenden Parteien den Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region weiter vorantreiben.

Unter dem Titel „Erneuerbare Energien – Quo Vadis?“ diskutieren Verbändevertreter heute Abend in der IHK Potsdam mit Landespolitikern von Bündnis90/Die Grünen, CDU, FDP, Die Linke und SPD über die energiepolitische Zukunft Brandenburgs kurz vor der Landtagswahl.

„Brandenburg ist in mehrfacher Hinsicht weiter in der Energiewende als viele andere Bundesländer in Deutschland. Die damit in Verbindung stehenden Herausforderungen sollten als Chance für Innovationen begriffen werden, um damit den Unternehmen der Region mit ihren Lösungsansätzen neue Exportchancen zu eröffnen“, sagt David Wortmann, Geschäftsführer des Berlin-Brandenburg Energy Network.

Brandenburg gehört seit Jahren zu den Bundesländern in Deutschland, das einen hohen Ausbau der erneuerbaren Energien realisiert hat. Aktuell steht das Land vor den Herausforderungen der verbraucherfreundlichen Integration erneuerbare Energien in die Netze. Eine besondere Verantwortung kommt daher den politischen Vertretern aller Parteien zu, mutige Entscheidungen für den beschleunigten und versorgungssicheren Ausbau der erneuerbaren Energien zu treffen. Dazu gehören insbesondere verbesserte Rahmenbedingungen für innovative Hybrid- und Verbundkraftwerke aus Wind-, Solar- und Speicherkraftwerken sowie der regelbaren Biomasse und ein beschleunigtes Verfahren zur Ausweisung von geeigneten Flächen für erneuerbare Energien Anlagen.

Die Branche der Erneuerbaren Energien ist bereits heute ein wichtiger Wirtschaftszweig mit hohem Zukunftspotenzial. Die Windenergie leistet laut einer aktuellen Studie des DIW Econ rund 995 Millionen € jährliche Bruttowertschöpfung und hat über 5.400 Beschäftigte in Brandenburg. „Wir wollen gemeinsam mit der Landespolitik die Herausforderungen der Energiewende meistern. Brandenburg hat dabei enorme Chancen. Diese gilt es zu nutzen. Wenn der Ausbau der Windenergie einbrechen würde, hätte dies fatale Auswirkungen für die Industrie- und Standortpolitik. Daher sind Forderungen nach pauschalen Abständen von 2.000 Metern zur Wohnbebauung ein Verhinderungsinstrument, welches Brandenburg nicht nach vorn bringt“, so Jan Hinrich Glahr vom BWE.

Eine wichtige Basis für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Brandenburg ist die Bioenergie. Unabhängig und verlässlich können Biogasanlagen auch dann Energie erzeugen, wenn Windräder und Solaranlagen witterungsbedingt eine Pause einlegen. „Um die vielfältigen Vorteile zu nutzen, die Biogas besonders für die ländlichen Räume sowohl im Strom- als auch im Verkehrs- und Wärmesektor bietet, sind klare Impulse aus der Landespolitik dringend notwendig“, fordert Sandra Rostek vom Fachverband Biogas.

Über BEN: Der Berlin-Brandenburg Energy Network e.V. ist das Netzwerk und die Interessensvertretung der Erneuerbare-Energien-Branche in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Der BEN ist Mitglied im Bundesverband Erneuerbare Energien und fördert den Meinungsaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, und Politik, setzt sich für verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen ein und unterstützt die Weiterentwicklung der Branche in der Region.

Über BWE: Der Bundesverband Windenergie e.V. bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Windenergie ab. Er vertritt die Interessen von Herstellern, Zulieferern, Planern, Betreibern, Investoren und Dienstleistern auf Bundes- und Landesebene. In Brandenburg sind rund 800 Mitglieder organisiert. Insgesamt hat der Verband 25.000 Mitglieder

Über FvB: Der Fachverband Biogas e.V. vereint bundesweit Betreiber, Hersteller und Planer von Biogasanlagen, Vertreter aus Wissenschaft und Forschung sowie sonstige Interessierte und ist mit über 4.800 Mitgliedern Europas stärkste Organisation im Bereich Biogas. Er setzt sich durch intensive politische Interessenvertretung auf Bundes- und Länderebene für die verstärkte Nutzung der Biogastechnologie ein. Darüber hinaus fördert der Verband den Erfahrungs- und Informationsaustausch im Biogasbereich.

Tags zum Artikel: Arbeitsmarkt, Bundesländer, Energiepolitik, Regionale Wertschöpfung, Windenergie, Wirtschaft



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/meldungen/2014/brandenburg-muss-spitzenreiter-beim-ausbau-der-erneuerbaren-energien-bleiben