Netzanforderungen (SDL)

Netzanforderungen (SDL)

Windenergieanlagen und Windparks müssen nach dem EEG bestimmte Anforderungen des elektrischen Netzes erfüllen, geregelt ist dies in der SDLWindV.

Dies betrifft die Spannungshaltung, die Abgabe von Wirk- und Blindleistung (Vorgabe des cos φ) sowie die Bedingungen, unter denen die WEA vom Netz abschalten darf oder das Netz unterstützen muss. Diese Systemdienstleistungen (SDL) werden auch Kraftwerkseigenschaften genannt. Sie sind Voraussetzung für die vollständige Einbindung von Windparks in den Erzeugungsmix aller Kraftwerke sowie für die Stromversorgung zur Unterstützung der Versorgungssicherheit.

Die Anforderungen an die Netzstabilität sind:

  • Durchfahren von Netzfehlern,
  • Vorhaltung eines Blindleistungs-Unterspannungsschutzes, (QU-Schutz)
  • Betrieb im erweiterten Frequenzbereich,
  • Wirkleistungsreduzierung bei Überfrequenz,
  • Blockierung des automatischen Wiederankoppelns und
  • angepasste Schutzeinstellungen.

Mit der Einführung des EEG 2014 müssen alle Anlagen, die vor dem 1. Januar 2017 in Betrieb genommen worden sind, an ihrem Verknüpfungspunkt die Anforderungen der Systemdienstleistung erfüllen. Außerdem entfällt für Neuanlagen (Inbetriebnahme ab 1.8.2014) der so genannte SDL-Bonus.
Altanlagen  (Inbetriebnahme 1.1.2002 bis 31.12.2008), die die Voraussetzungen für Systemdienstleistung erfüllen, erhalten nach wie vor einen zusätzlichen SDL-Bonus von 0,7ct/kWh auf die Einspeisevergütung für fünf Jahre.

 

Tags: Netze, SDL



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/technik/betrieb/netzanforderungen