Zu viel klimaschädlicher Strom aus Braunkohle

10. Januar 2014 // Thema: Energiepolitik

Zu viel klimaschädlicher Strom aus Braunkohle

Die klimaschädliche Verstromung aus Braunkohle erreichte im vergangenen Jahr einen bedrohlichen Höchststand seit dem Vergleichsjahr 1990. Über 162 Milliarden Kilowattstunden Strom seien 2013 demnach in Braunkohlekraftwerken erzeugt worden. Entsprechend stieg auch der CO2 Ausstoß im Vergleich zum Jahr der Wiedervereinigung. Die Anlagen seien zwar effizienter, der Braunkohleeinsatz damit leicht gesunken, allerdings würden flexible Gaskraftwerke so aus dem Markt gedrängt

Als ein wichtiger Grund werden die derzeit niedrigen Handelszertifikate für Emissionen je Tonne Kohlendioxid benannt. Obwohl der Energieverbrauch in Deutschland seit 1990 rückläufig ist, stieg so die Stromerzeugung aus Braunkohle. Der Anteil der Braun- und Steinkohle an der deutschen Stromerzeugung beträgt 2013 45,5 Prozent. Ein wesentlicher Teil der erzeugten Energie wird darüber hinaus ins Ausland exportiert (33 Mrd. Kilowattstunden).

Neben den klimatischen Auswirkungen befürchten Energieexperten nun auch unmittelbare Einflüsse auf Natur und Umwelt. Anders als bei der Windenergie an Land beansprucht der Abbau von Braunkohle einen beträchtlichen Flächenbedarf. Ganze Landstriche und Ortschaften fallen dem Abbau der Braunkohle zum Opfer. Gerade erst droht 3.000 Menschen im ostdeutschen Braunkohlerevier der Verlust ihrer Heimat.

Die Wiederbelebung des schmutzigen Braunkohlestroms konterkariert die Erfolge der Erneuerbaren Energien, die im vergangenen Jahr rund 25 Prozent des deutschen Strombedarfs deckten.

Tags zum Artikel: Klimaschutz



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2014/zu-viel-klimaschaedlicher-strom-aus-braunkohle