Kürzungen im neuen EEG machen mehr denn je Bau hoher kosteneffizienter Windenergieanlagen in NRW nötig

23. Juni 2014

Kürzungen im neuen EEG machen mehr denn je Bau hoher kosteneffizienter Windenergieanlagen in NRW nötig

Landesplanerische Vorgaben müssen auf den Wegfall von Höhenbeschränkungen hinwirken.Neues EEG erfordert Bau moderner kosteneffizienter Binnenlandanlagen von knapp 200 Metern Gesamthöhe BWE-Landesvorsitzender Schulze Langenhorst: „Wenn NRW mit dem neuen EEG noch die Landesziele für den Ausbau der Windenergie erreichen will, muss der Bau hoher Anlagen modernen Typs landesweit möglich sein.“  Kommunen, die Höhenbegrenzungen einführen, verhindern den Ausbau der Windenergie.  Vorgaben des Landes müssen auf Wegfall der Höhenbegrenzungen hinwirken.

Düsseldorf. Der Vorsitzende des BWE-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, Klaus Schulze Langenhorst, sieht in den Plänen zur Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) eine Gefahr für den Ausbau der Windenergie in NRW: „Aufgrund der geplanten starken Vergütungskürzung von 10 bis 20 Prozent muss sehr genau auf die Rahmenbedingungen geachtet werden, damit die Wirtschaftlichkeit der Projekte noch gegeben ist. Verschärfend kommt die vorgesehene unentgeltliche Abregelung von bis zu 5 Prozent der Jahresarbeit hinzu sowie der Ausbaudeckel, der bei Überschreitung zu einer stärkeren Vergütungsabsenkung führt.

Daher werden zukünftig nur moderne, leistungsfähige und binnenlandoptimierte Windenergieanlagen auf großer Nabenhöhe den Weg in den wirtschaftlichen Betrieb finden“, stellt Schulze Langenhorst klar und fordert die Landesregierung auf, die Rahmenbedingungen in NRW so anzupassen, dass Windenergieanlagen weiterhin wirtschaftlich betrieben werden können: „Wenn NRW die Landesziele für den Ausbau der Windenergie erreichen will, müssen wir die modernen Binnenlandanlagen errichten können, um die Luftschichten mit höheren Windgeschwindigkeiten zu erreichen und so mit den deutlich gesunkenen Vergütungssätzen klarzukommen“, so der BWE NRW-Vorsitzende. Unter Berücksichtigung der geltenden gesetzlichen Regelungen sei der Einsatz dieser Anlagentechnologie möglich. Zudem werde dem Anwohnerschutz ausreichend Rechnung getragen.

„Zahlreiche Gemeinden haben allerdings Höhenbegrenzungen für Windenergieanlagen eingeführt oder sind nicht bereit, einmal festgelegte Restriktionen nach oben anzupassen. Kommunen und Gemeinden die dies tun, verhindern den Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen, weil die Kombination aus niedrigeren Vergütungssätzen und Höhenbeschränkungen den wirtschaftlichen Betrieb massiv erschwert.“ Daher appelliert der BWE-Landesvorsitzende an die Landesregierung und die Verantwortlichen in den Planungsbehörden, auf den Wegfall von Höhenbeschränkungen hinzuwirken. Zwar werde schon im aktuellen Windenergieerlass auf die besonderen Voraussetzungen für die Festsetzung von Höhengrenzen sowie die negativen Folgen für den Windenergieausbau hingewiesen. Dies sei jedoch längst nicht ausreichend. So müsse beispielsweise auch in den Landesentwicklungsplan ein Passus aufgenommen werden, wonach auf Höhenbegrenzungen verzichtet werden sollte, sofern diese nicht zwingend erforderlich seien

Kontakt:

Jan Dobertin 
Bundesverband WindEnergie e.V. (Landesverband Nordrhein-Westfalen)
Corneliusstraße 18, 40215 Düsseldorf
Tel.: 0211-9367 6060
E-Mail: j.dobertin@bwe-regional.de

Tags zum Artikel: Bundesländer, EEG, Energiepolitik, Planung, Windenergie



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2014/kuerzungen-im-neuen-eeg-machen-mehr-denn-je-bau-hoher-kosteneffizienter