Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags nehmen an Windenergietour NRW teil.

03. Februar 2014

Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags nehmen an Windenergietour NRW teil.

Forschung und Entwicklung für eine effiziente Nutzung der Ressource Wind.  Die letzte Station der diesjährigen Windenergietour NRW des Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE) NRW e.V. und des Landesverbandes NRW des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE NRW) führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Spitze eines Windrades.  Dort konnten sie sich persönlich ein Bild von der Kraft des Windes machen.

Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags nehmen an Windenergietour NRW teil.

Beim Betreten des schmalen Förderkorbes, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Spitze des rund 100 Meter hohen Windrades der PSM GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Erkelenz bringen sollte, war dem ein oder anderen Teilnehmer durchaus mulmig zumute. Die Entschädigung aber erfolgte in Form eines grandiosen Blicks über die von Erneuerbare Energien geprägte Landschaft.

Vorangegangen war eine Tour durch Nordrhein-Westfalen, beginnend bei der H2Herten GmbH. In diesem Forschungs- und Entwicklungszentrum, das mit Fördergeldern des Landes Nordrhein-Westfalen und unter Schirmherrschaft der Stadt Herten gegründet wurde, wird Windstrom in Wasserstoff umgewandelt. Das in Sichtweite des Zentrums befindliche Windrad auf der Halde Hoppenbruch liefert den Strom, der - in Wasserstoff umgewandelt - sowohl ein Bürogebäude, als auch eine Flotte von Brennstoffzellenfahrzeugen mit Energie versorgt. Die Speicherung des Wasserstoffs erfolgt in einem rund zwanzig Meter hohen Zylinder, der gleichzeig als eine Art Landmarke auf diese Zukunftstechnologie aufmerksam macht. Seinen besonderen Reiz entfaltet die so genannte Power-to-Gas- Technologie beim Ausgleich von Lastspitzen der Erneuerbaren Energien. Überschüssiger Windstrom kann als Wasserstoff gespeichert und bei Windflaute abgerufen werden. So versorgt die H2Herten GmbH den Technologiepark und die Brennstoffzellenautos nicht nur rein rechnerisch zu einhundert Prozent mit Erneuerbaren Energien, sondern tatsächlich.

Von einer noch nicht weit verbreiteten Zukunftstechnologie ging es im Anschluss zu der Firma Eickhoff nach Bochum, die als Zulieferer für die Branche der Erneuerbaren Energien fungiert. Das Familienunternehmen verfügt über eine 150 jährige Tradition, die ihre Wurzeln in der Produktion von Maschinen für den Kohlebergbau hat und heute Tradition und Moderne einzigartig miteinander verbindet. Denn noch immer fertigt Eickhoff Sondermaschinen für den Abbau von Kohle und liefert an Bergbauunternehmen in der ganzen Welt.

Gleichzeitig haben die Verantwortlichen bereits in den 1990er Jahren mit dem Aufbau eines neuen Standbeines begonnen. Die Entwicklung und Fertigung von Getrieben für Windenergieanlagen. Diese tonnenschweren und mehr als mannshohen Kolosse werden bei Eickhoff mit einer bemerkenswerten Fertigungstiefe hergestellt. Den ersten Produktionsschritt konnten so auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besichtigen. In der werkseigenen Gießerei werden Gehäuseteile, Zahnräder und Wellen gegossen. Hitze, Schmutz und glühendes Metall passen auf den ersten Blick nicht zur strahlend weißen Fassade moderner Windenergieanlagen. Wie man aber nicht nur in Bochum, sondern im gesamten Ruhrgebiet weiß, gehören sie dazu und bilden die Basis der grünen und sauberen Energiegewinnung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich so auch einig: Gerade für das immer noch im Strukturwandel befindliche Ruhrgebiet bieten die Erneuerbaren Energien und insbesondere die Windenergie erhebliche Chancen für Wachstum und Beschäftigung. Unternehmen wie die H2Herten GmbH zeigen die Innovationsfreude und den Mut einer ganzen Region den Aufbruch zu wagen und traditionsreiche Unternehmen wie Eickhoff schaffen es, Bewährtes mit Neuem zu verbinden und so wandlungs- und wettbewerbsfähig in die Zukunft zu blicken.

Tags zum Artikel: Bundesländer, Erneuerbare Energien, Regionale Wertschöpfung, Windenergie, Wirtschaft



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2014/abgeordnete-des-nordrhein-westfaelischen-landtags-nehmen-windenergietour