Windenergietage NRW 2013: „SPD begräbt in Berlin Ausbauziele der Windenergie in NRW“!

28. November 2013

Windenergietage NRW 2013: „SPD begräbt in Berlin Ausbauziele der Windenergie in NRW“!

LEE NRW und BWE Landesverband NRW veranstalten mit 350 Teilnehmern zweite „Windenergietage NRW“ in Bad Driburg.  Kritik am Koalitionsvertrag steht im Mittelpunkt der Diskussion. Begrenzung der Förderung für Windenergie reduziert den Ausbau drastisch.

Bad Driburg. Die Windenergietage NRW 2013, die vom 28. bis 29. November in Bad Driburg stattfinden, versprechen stürmische Tage zu werden: Neben den Ergebnissen des Koalitionsvertrages diskutierten die rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Zukunft des EEG und der Energiewende. Die beiden veranstaltenden Verbände LEE und BWE NRW betonten die herausragende Bedeutung des Windenergieausbaus im Binnenland und übten zugleich massive Kritik am Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD. Andreas Düser Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW): „Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, die Förderung der Windenergie zu begrenzen. Künftig soll nur noch für Standorte mit mehr als 75 Prozent des Referenzwertes eine EEG-Vergütung erfolgen. Die SPD bringt damit eine der zentralen Säulen der Energiewende ins Wanken und begräbt in Berlin ihre eigenen Ausbauziele für die Windenergie in NRW. Die Landesregierung hatte sich selbst das Ziel gesetzt, 2020 mehr als 15 Prozent des Stroms in NRW aus der Windenergie zu gewinnen. Unter diesen Vorzeichen wird das nicht gelingen!“

Klaus Schulze Langenhorst, Vorsitzender des Landesverbandes NRW des Bundesverbandes WindEnergie (BWE NRW), macht die Tragweite der Förderbremse deutlich: „Wir laufen Gefahr, dass der Ausbau im Binnenland zum Erliegen kommt. Die Windenergie an Land ist schon heute mit die kostengünstigste Energiequelle und belastet den Durchschnittshaushalt mit weniger als zehn Euro im Jahr. Soll die Energiewende gelingen, braucht es einen breiten deutschlandweiten Ausbau der Windenergie im Binnenland!“ Schulze Langenhorst appelliert direkt an eine mögliche Große Koalition in Berlin, die Windenergie mit der anstehenden EEG-Reform nicht auszubremsen: „An windstarken Standorten kann die Vergütung nach unten korrigiert werden. Die Begrenzung der Förderung von Windenergieanlagen allein auf die bundesweit besten Standorte ist allerdings nicht zielführend. Vielmehr braucht es die Nutzung guter Standorte in allen Regionen Deutschlands, um die Energiewende zum Erfolg zu führen!“

Die Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), Sylvia Pilarsky-Grosch, sieht die Energiewende in Deutschland insgesamt am Scheideweg und richtete vor den Teilnehmern der Tagung in Bad Driburg an die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD in Bund und Ländern den Appell, die Energiewende weiter zu unterstützen. „Die neue Regierungskoalition droht angesichts der erfolgreichen Entwicklung der Erneuerbaren Energien der Mut zu verlassen. Wir brauchen jetzt keinen Stopp der Energiewende, sondern eine mutige Fortsetzung. Dazu rufen wir die Bundesregierung auf! Die Windenergie an Land ist die preiswerteste Erneuerbare Energie. Wir sind gegenüber neuen Kohlekraftwerken konkurrenzfähig. Statt die Energiewende insgesamt auszubremsen, muss die Bundesregierung den Rahmen für ein neues Strommarktdesign geben, in welchem die fluktuierende Wind- und Sonnenenergie im Zentrum stehen und Biomasse sowie flexible konventionelle Kraftwerke für Versorgungssicherheit sorgen. Mit den aktuellen Regelungen wird der Strompreis nicht stabilisiert. Die Bundesregierung droht einen Irrweg zu beschreiten. Dass müssen wir verhindern!“

Pressekontakt:
Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.
Nils lütke Zutelgte (Pressesprecher)
Telefon: 0211 1596 1397, E-Mail: presse@lee-nrw.de

Tags zum Artikel: Bundesländer, Energiepolitik, Energiewende, Unternehmen, Windenergie, Wirtschaft



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2013/windenergietage-nrw-2013-spd-begraebt-berlin-ausbauziele-der-windenergie