Station der WindRAD-Tour 2013 - Pressegespräch in Wiesbaden

09. September 2013

Station der WindRAD-Tour 2013 - Pressegespräch in Wiesbaden

Montag, 2. September 2013: Wahlkampf live in Wiesbaden: Beim Windenergie-Projektierer ABO Wind lauschte WindRAD-Fahrer Sebastian heute einem Pressegespräch zum Stand der Energiewende in Hessen. Anlass war die bevorstehende hessische Landtagswahl, die am 22. September – am gleichen Tag wie die Bundestagswahl – stattfindet. Bei dem Gespräch mit dabei: ABO-Vorstand Jochen Ahn und BWE-Präsidentin Sylvia Pilarsky-Grosch sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Stephan und Dr. Claudia Kemfert, Energiewende-Beauftragte des hessischen SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel.

Drei Viertel des hessischen Strombedarfs sollen langfristig von der Windenergie gedeckt werden – so jedenfalls hatte es der Landes-Energiegipfel 2011 festgelegt. Doch Ahn und Pilarsky-Grosch attestierten dem Land Hessen heute eher Rückschritte bei der Umsetzung der Energiewende. Schuld sei ihrer Meinung nach eine fehlende Konsequenz im politischen und administrativen Handeln. ABO-Vorstand Ahn zufolge seien die Genehmigungshürden für Windprojekte hier besonders hoch. BWE-Präsidentin Pilarsky-Grosch verwies zudem auf die restriktiven, absolut überzogenen Beschränkungen des Windenergie-Ausbaus durch Belange der Deutschen Flugsicherung. Diese entbehrten einer sachlichen Grundlage und wirkten sich gerade in Südhessen mit dem Frankfurter Flughafen fatal aus.

SPD-Expertin Dr. Claudia Kemfert sah ebenfalls einen großen Nachholbedarf des Landes beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Kemfert, die als Leiterin der Abteilung Energie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) tätig ist, verdeutlichte zudem die Dimension der Energiewende. Sie sei mehr als nur eine Stromwende und beträfe zum Bespiel auch den gesamten Mobilitätssektor.
Produzieren, speichern, transportieren – auf diese Formel brachte schließlich Peter Stephan als energiepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion die vorrangigen Aufgaben bei der Bewältigung der Energiewende. Gleichfalls verwies er auf die enorme Wichtigkeit der Akzeptanz in der Bevölkerung. Hier seien Bürgerbeteiligungen ein sehr gutes Konzept.

„Das war eine sehr lebhafte Diskussion, die zwar gezeigt hat, dass alle die Energiewende wollen, nur Definition und Wege manchmal unterschiedlich sind“, resümierte Sebastian nach dem Pressegespräch. Gastgeber ABO Wind ist übrigens seit 1996 im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig – und das überaus erfolgreich: Vom anfänglichen Zwei-Mann-Betrieb ist das Unternehmen inzwischen auf 250 Mitarbeiter im In- und Ausland angewachsen. Bis heute haben die Wiesbadener rund 400 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von mehr als 700 Megawatt realisiert. Erreicht wird dabei ein jährliches Projektvolumen von circa 200 Millionen Euro.  

Morgen geht’s für Sebastian über den Rhein nach Mainz und dann weiter ins nahegelegene Wörrstadt. Dort erwartet ihn mit der juwi AG ein Global Player mit einer „100-prozentigen“ Vision.

Tags zum Artikel: Bundesländer, Energiepolitik, Windenergie



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2013/station-der-windrad-tour-2013-pressegespraech-wiesbaden