Größter bayerischer Bürgerwindpark am Netz

06. Mai 2013

Größter bayerischer Bürgerwindpark am Netz

Im Landkreis Dillingen an der Donau wurde am Freitagvormittag der größte bayerische Bürgerwindpark eröffnet. Dort werden acht Windenergieanlagen zukünftig rund 10.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen.

Neben einigen Unternehmen haben rund 600 Bürger Anteile an dem 30 Millionen Euro-Projekt erworben. Im Rahmen der Eröffnungsfeier sprach der bayerische Forstminister Helmut Brunner (CSU) zutreffend von der Chance „Energie aus der Region für die Region“ zu produzieren und betonte: „Die Wertschöpfung bleibt bei uns und fließt eben nicht in ferne Länder.“

Die Fläche bei Zöschingen ist Teil der Bayrischen Staatsforsten. Bereits in Wildpoldsried und im Windpark Fasanerie bei Gattendorf wurden positive Erfahrungen mit der Errichtung von Windenergieanlagen im Wald gemacht. Die Nutzung der Windenergie in den Bayrischen Staatsforsten bietet nennenswerte Vorteile: So liegen die windhöffigen Standorte meist in weiterer Entfernung zu Wohngebieten und beeinträchtigen das Landschaftsbild weniger stark. Wegen der vollständigen Erschließung mit Straßen für die wirtschaftliche Nutzung im Staatsforst sind keine zusätzlichen Rodungen und Ausbaumaßnahmen für den Transport notwendig. Die Anbindung an das Stromnetz wird innerhalb des Waldes unterirdisch entlang der bestehenden Forststraßen geregelt.

Vor der Genehmigung wird ein Standort umfangreich nach Landschafts- und Naturschutzbelangen geprüft. Es dürfen hier nur Windenergieanlagen errichtet werden, wenn die Voruntersuchungen dies gestattet. Zusätzlich bedarf es einer verbindlichen Zustimmung der jeweiligen Kommune, welche bereits bei der Planung mit einbezogen wird.

Tags zum Artikel: Bundesländer, Bürgerwindpark, Regionale Wertschöpfung, Wind im Wald



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2013/groesster-bayerischer-buergerwindpark-am-netz