Entwicklung der Windenergie vorantreiben

14. Juni 2013

Entwicklung der Windenergie vorantreiben

Pressemitteilung vom Landesverband NRW des Bundesverbandes Windenergie: +++ BWE NRW fordert anlässlich des Global Wind Days am 15. Juni noch mehr Entschlossenheit beim Windenergieausbau in NRW +++ Strompreisdebatte mit Vernunft und Ehrlichkeit führen +++ Artenschutz mit Augenmaß +++

Düsseldorf, 14. Juni 2013: Bei dem am morgigen Samstag stattfindenden Global Wind Day werden weltweit Veranstaltungen durchgeführt, die auf das Potential der Windenergie aufmerksam machen. Die saubere, umwelt- und klimafreundliche Technik ermöglicht eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung. Allein in Deutschland tragen schon heute gut 30.000 Megawatt installierte Windleistung zur Energieversorgung bei. Damit ist die Nutzung der Windenergie ein wichtiger Pfeiler der zukünftigen Energieversorgung.

Zum Anlass des Global Wind Day fordert der Vorsitzende des BWE Landesverbandes Nordrhein Westfalen, Klaus Schulze Langenhorst, den bisherigen Einsatz der Landesregierung beim Ausbau der Windenergie zu verstärken: „Das Ziel der Landesregierung, bis 2020 insgesamt 15 Prozent Windstromanteil in NRW zu erzeugen, ist eine erfreuliche Zielmarke. Sie ist erreichbar, duldet aber kein Zaudern und Zögern!“ Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen 2.900 Windanlagen mit einer Leistung von 3.100 Megawatt installiert. Um den Windstromanteil auf 15 Prozent zu erhöhen, müssen bis 2020 rund 8.500 Megawatt installiert werden. Wie die am Mittwoch vorgestellte Studie des Umweltbundesamtes zeigt, steckt in der Onshore-Windenergie noch erhebliches Potential. Die Voraussetzungen für einen Ausbau der Windenergie an Land sind also gut.

Sorgen macht dem Vorsitzenden des BWE Landesverband NRW die von Bundesumwelt- minister Peter Altmaier ausgelöste Strompreisdebatte: „Die Strompreisdebatte hat viel Schaden verursacht und für Verunsicherung bei den Verbrauchern gesorgt. Mittlerweile müsste es weithin bekannt sein, dass die Kosten für die Umstellung auf Erneuerbare Energien volkswirtschaftlich auf lange Sicht günstiger sind, als das Beibehalten des alten Versorgungssystems.“

Schulze Langenhorst mahnt deshalb eine ehrliche und mit Vernunft geführte Debatte um die Energiepreise an: „Erneuerbare Energien wirken sich nicht nur positiv auf Umwelt und Klima aus, sondern sind zudem die einzige Möglichkeit, auch in Zukunft die Versorgung mit kostengünstiger Energie aufrechtzuerhalten. Hierbei steht die Windenergie im Zentrum.“ Der BWE nimmt den Global Wind Day zum Anlass für einen Kommunikationsstart der Kampagne „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“, die sich unter dem Motto „Keine versteckten Kosten“ einer fairen Kosten-Nutzen-Abwägung Erneuerbarer Energien mit fossilen Energien widmet. Unter www.erneuerbare-jetzt.de werden Informationen zum Thema zusammengefasst. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich als Unterstützer der Kampagne zu registrieren.

In Bezug auf den Artenschutz fordert Schulze Langenhorst die Landesregierung auf, diesen mit Augenmaß zu betreiben: „Immer mehr Projekte fallen dem Artenschutz zum Opfer, mit der Konsequenz, dass die Ausbauziele gefährdet werden.“ Strengere Auflagen, Abschaltforderungen der Anlagen und Kompensationsforderungen drohten zudem ganze Projekte aus der Wirtschaftlichkeit zu verdrängen.

Schulze-Langenhorst möchte aber nicht missverstanden werden: „Wir möchten den Artenschutz nicht aushebeln, aber wir müssen zu einer realistischen Betrachtung kommen. An jeder Stelle in NRW gibt es die verschiedensten Fledermäuse und Vogelarten. Fallen Windanlagen aber überzogenen Artenschutzanforderungen zum Opfer, bleiben als Alternative nur fossile Kraftwerke. Aber gerade diese sind dem Natur und Klimaschutz gar nicht förderlich, weshalb es dringend der Steuerung und eines mutigeren Herangehens bedarf.“ Deshalb appelliert er an die Landesregierung, die möglichen Ausnahmen nach dem Naturschutzgesetz gerade bei der Windenergie und nicht nur beim Verkehr zuzulassen. Windenergienutzung ist Klimaschutz und somit Naturschutz!

Im gesamten Bundesgebiet finden anlässlich des Global Wind Day zahlreiche Aktionen statt: So organisiert in Nordrhein-Westfalen der EuroWindPark Aachen ein Windfest, mit der Möglichkeit eine Besucherwindanlage zu besichtigen. Nähere Informationen finden sich auf der Internetseite www.aachen-hat-energie.de. Termine und Aktionen für ganz Deutschland stehen auf der Internetseite des Global Wind Day unter www.globalwindday.de zum Abruf bereit.

Pressekontakt:
Bundesverband Windenergie LV Nordrhein-Westfalen e.V.
Jan Dobertin
Corneliusstraße 18
40215 Düsseldorf

Telefon: 0211 1596 1395
Telefax: 0211 2392 1272
Mobil: 0177 9710 386
E-Mail: j.dobertin@bwe-regional.de

Tags zum Artikel: Akzeptanz, Bundesländer, Energiepolitik, Energiewende, Erneuerbare Energien



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2013/entwicklung-der-windenergie-vorantreiben