Bürgerbeteiligung am Netzausbau in Schleswig-Holstein

04. Februar 2013

Bürgerbeteiligung am Netzausbau in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein startet im zweiten Quartal dieses Jahres ein bundesweit bisher einmaliges Pilotprojekt: Erstmals sollen sich Bürger am Stromnetzausbau beteiligen können. Dies teilten Ministerpräsident Torsten Albig und der niederländische Netzbetreiber Tennet am 30. Januar in Kiel mit.

Den  Bürgern wird über Wertpapiere die Möglichkeit angeboten, sich an der neuen Höchstspannungsleitung an der Westküste Schleswig-Holsteins finanziell zu beteiligen. Die Mindestbeteiligung werde dabei voraussichtlich bei 1000 Euro liegen und stehe nur Privatinvestoren zur Verfügung. Anwohner, welche direkt vom Bau betroffen sind, sollen dabei bevorzugt werden, genauso wie Kleinanleger. Die Grenze der Bürgerbeteiligung werde dabei auf maximal 15 Prozent des Investitionsbudgets gesetzt – was etwa 40 Millionen Euro entspräche. Der Netzausbau ist eines der zentralen Infrastrukturprojekte in  Schleswig-Holstein, um die Energiewende umzusetzen.

Im vergangenen Jahr wurden im nördlichsten Bundesland 135 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von 332,65 MW errichtet. Insgesamt sind damit bereits 3.588,18 MW Leistung installiert. Bis 2020 kommen nach Angaben der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung voraussichtlich acht bis zehn Prozent des deutschen Strombedarfs allein aus dem nördlichsten Bundesland.

Tags zum Artikel: Akzeptanz, Bundesländer, Netzausbau, Netze, Planung, Potenziale



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2013/buergerbeteiligung-am-netzausbau-schleswig-holstein