Wende in der Strompreisdebatte

23. November 2012

Wende in der Strompreisdebatte

Nach dem Bund der Energieverbraucher kritisierte gestern auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) die unangemessene Strompreissteigerung vieler Anbieter. Die Erhöhung in der Größenordnung von 13 Prozent sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar, sagte Altmaier im ARD Mittagsmagazin. Er fordert daher von den Stromversorgern, ihre Berechnungen offenzulegen und Erhöhungen zu begründen.

Grund der Kritik: Angesichts gesunkener Börsenstrompreise im vergangenen Jahr sind massive Anstiege weit oberhalb der Erhöhung der EEG-Umlage fragwürdig. Die EEG-Umlage wird im kommenden Jahr um 1,68 Cent pro Kilowattstunde steigen. Weitere Kosten wie Netzentgelte, KWK-Umlage und Industrieprivilegien kumulieren sich. Viele Stromanbieter liegen mit ihrer Strompreisankündigung jedoch weit über der staatlich verordneten Mehrbelastung.

Das Bundeskartellamt appelliert daher an die privaten Stromkunden, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, sollte der aktuelle Anbieter höhere Preisaufschläge verordnen. Für Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher steht zudem fest, dass die kostensenkenden Faktoren auf dem Strommarkt derzeit nicht an die Verbraucher weitergegeben würden. Peters bezieht sich dabei auf eine Studie, die der Bund der Energieverbraucher im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion erstellte. Der Studie zufolge würden die gesunkenen Einkaufspreise für Stromversorger nicht an die Kunden weitergegeben, was zusätzliche Kosten von rund drei Milliarden Euro ausmacht.

Tags zum Artikel: Unternehmen



Mitglieder Login

User login

Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2012/wende-der-strompreisdebatte