Mit bewährtem Team für Sachsens Windenergie

02. Oktober 2012

Mit bewährtem Team für Sachsens Windenergie

Neugewählter BWE-Landesvorstand will weiter gegen Blockaden in Sachsens Energiepolitik kämpfen. Beim diesjährigen 16. Sächsischen Windenergietag des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE) Landesverband Sachsen in Leipzig standen turnusgemäß auch Vorstandswahlen an. Der bisherige Landesvorstand ist im Wesentlichen auch der neue. Prof. Martin Maslaton, Leipziger Energierechtsexperte und Fachanwalt für Verwaltungsrecht bleibt Landesvorsitzender des BWE in Sachsen.

Neben Maslaton sind, wie in der Wahlperiode zuvor, im Vorstand Kerstin Mann (WSB Neue Energien) als stellvertretende Landesvorsitzende vertreten sowie Uta Barthel (energy2market), Bernhard Weigel (BOREAS Energie) und Frank Bündig (Energieanlangen Frank Bündig). Lediglich Claus-Dieter Keck (UKA) räumte berufsbedingt seinen Stuhl, da er in der Zwischenzeit von Meißen nach Cottbus wechselte und nun Geschäftsführer der dortigen UKA-Niederlassung ist. Ihm folgt Wieland Zeller (UKA Meißen) nach, der auch den Posten des Schriftführers übernimmt.

Die Arbeit für den BWE Sachsen wird auch in den kommenden Jahren nicht leichter. Der weitere Ausbau der Windenergie wird im braunkohledominierten Sachsen nach Kräften blockiert. „Es gibt praktisch kein Bundesland, wo die Situation so schlimm ist wie im Freistaat. Hier muss wirklich für jede einzelne Windenergieanlage bis aufs Messer gekämpft werden und dies leider meist vor Gericht“, berichtet Prof. Martin Maslaton.

Dass die Lage nicht besser, sondern eher noch schlechter wird, zeigt demonstrativ ein ganz aktueller Beschluss der in Sachsen mitregierenden Liberalen vom 20. September, wonach in Sachsen keine weiteren Flächen für Windenergieanlagen ausgewiesen werden sollen. Parallel dazu wird sogar das FDP-geführte Wirtschaftsministerium von der eigenen Landtagsfraktion bei den Windenergie-Ausbauzielen zurückgepfiffen. So soll nach Ansicht der Liberalen innerhalb der nächsten zehn Jahre der Windenergieanteil am sächsischen Strommix nicht auf 30, sondern lediglich auf 25 Prozent steigen.

Trotz dieses widrigen politischen Umfeldes überschritt Sachsens Windenergie, nach Angaben von BWE-Mitglied Hans-Jürgen Schlegel, erstmals die 1.000 Megawatt-Leistungsgrenze. Vergleicht man die WEA-Zahlen Sachsens mit anderen Regionen Deutschlands, dann liegt der Freistaat Sachsen allerdings nur auf dem Niveau des Landkreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein mit einer Größe von gerade einmal 7,6 Prozent der sächsischen Landesfläche. „Zu Euphorie besteht also überhaupt kein Anlass“, betont Prof. Maslaton, „besonders wenn man sich die konkrete Zahl der in diesem Jahr neu installierten Windturbinen ansieht. Bis Jahresende werden es gerade einmal 22 Windräder sein.“

Der Landesvorstand des BWE wird also auch weiterhin viel zu tun haben. „Wir kämpfen weiter auf allen politischen, wirtschaftlichen und juristischen Ebenen gegen die Blockade und Abwehrhaltung gegenüber den erneuerbaren Energien in Sachsen. Das sind wir dem Klimaschutz schuldig“, so Prof. Maslaton abschließend.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Maslaton, Tel.: 0341 / 14 95 00, Mail: martin@maslaton.de, www.maslaton.de; Stephan Trutschler (MEDIENKONTOR), Tel. 0177 / 31 60 515

Tags zum Artikel: Bundesländer, Potenziale



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2012/mit-bewaehrtem-team-fuer-sachsens-windenergie