Hessens Regionen uneinig über Standortverteilung für neue Windenergieanlagen

29. Oktober 2012

Hessens Regionen uneinig über Standortverteilung für neue Windenergieanlagen

Auf dem heimischen Energiegipfel beschlossen Hessens Politiker vor einem Jahr, dass bis 2050 der Stromverbrauch des Landes komplett aus Erneuerbaren Energien gespeist werden soll. Dafür sollten ursprünglich zwei Prozent der Landesfläche zur Verfügung gestellt werden. Nach Aussagen von BWE Landesvorstand Joachim Wierlemann gegenüber der dpa schreitet dieser Plan aber nur schleppend voran.

Die Regionalverwaltungen scheinen bei der Flächenausweisung zu zögerlich. Die Region Südhessen will nicht die vollen zwei Prozent ausweisen, dafür sollen Nord- und Mittelhessen einspringen. Daher wünscht sich Wierlemann, dass sich das Wirtschaftsministerium verstärkt für eine schnelle Einigung einsetzt und die Energiewende energischer unterstützt. Hessen, das ähnliche geografische Voraussetzungen bietet wie Rheinland-Pfalz, hat nicht einmal halb so viel Windleistung installiert wie das Nachbarland.

Weite Flächen Hessens bestehen größtenteils aus Waldgebieten, für die das landeseigene Unternehmen Hessen Forst sehr hohe Pachten festgelegt habe. Für Investoren sei ein wirtschaftlicher Einsatz von Windenergieanlagen daher oft kaum möglich. Auch Naturschützer stoppten Projekte mit der Begründung dass Vögel, Fledermäuse oder Wildkatzen bedroht seien. Wierlemann fordert, dass das Land hier schnell Rechtssicherheit schafft.

Tags zum Artikel: Bundesländer, Energiewende, Planung, Potenziale



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2012/hessens-regionen-uneinig-ueber-standortverteilung-fuer-neue