Bundesverband Windenergie begrüßt die Gründung eines Energiewendeministeriums

14. Juni 2012

Bundesverband Windenergie begrüßt die Gründung eines Energiewendeministeriums

In Torsten Albigs Kabinett erhalten Bündnis 90/ Die Grünen gleich zwei Schlüsselressorts. Finanzen und Umwelt. Schon jetzt ist sicher: Im Umweltministerium bleibt nichts, wie es war. Simonsberg. Der Name klingt noch etwas sperrig, doch die Aufgaben sind klar verteilt. Das Ministerium für Energiewende, Umwelt, Landwirtschaft und ländliche Räume wird zukünftig von Dr. Robert Habeck geführt.

Gleich zwei Staatssekretäre werden ihn dabei unterstützen: Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Ingrid Nestle, Bündnis 90/ Die Grünen und der bisherige Richter am Amtsgericht Kiel, Dr. Ulf Kämpfer, SPD. „Zurzeit scheint der Bundesregierung auf dem Weg zur Energiewende die Luft auszugehen“ so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie, „in der Regierungsfraktion von CDU und FDP darf zurzeit jeder sagen, was er will. Sogar das weltweilt erfolgreichste Instrument der Energiewende, das Erneuerbare Energien Gesetz, wird mittlerweile wöchentlich grundsätzlich von manchen in Frage gestellt - wohl wissend, dass mit der Beseitigung dieses Gesetzes und der Vorrangregelung darin die Energiewende zum Energiewende-Ende wird. Mit Dr. Robert Habeck haben wir einen Minister in Schleswig-Holstein, der die Energiewende nach vorne bringen könnte. Es macht Sinn, die für die Erneuerbaren Energien wichtigen Bereiche Landesplanung und Umwelt zusammen zu führen um Reibungsverluste zu vermeiden“.

Die Energiewende ist für Schleswig-Holstein wichtiger als für andere Bundesländer. Es wird aber teilweise erkennbar, dass der Bund und die im Wettbewerb stehenden südlichen Bundesländer diese Entwicklung strittig machen wollen.

An dem von der alten Landesregierung gesetzten Ziel von 9.000 Megawatt Windenergie an Land bis 2015 hat Robert Habeck nicht gerüttelt. Hier stehen für die Windbranche in den nächsten fünf bis sieben Jahren Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe an. Die dafür notwendige Investitionssicherheit kann nur die Politik mit stabilen Rahmenbedingungen garantieren. Der Bundesverband Windenergie wird sowohl für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und vor allem für den Ausbau der Netze Vorschläge und Verantwortung übernehmen. Dazu gehören auch Einspeisenetze, die durch die Betreiber als Erdkabel selber gebaut werden oder die Optimierung der vorhandenen Trassen im Höchstspannungsbereich. Damit könnte die Transportkapazität nahezu verdoppelt werden.

Kontakt:
Bundesverband WindEnergie e.V., Landesbüro Schleswig-Holstein, Nicole Knudsen, Querweg 4, 25813 Simonsberg
Telefon: 04841 66 32 10 Telefax: 04841 66 32 09
E-Mail: sh@bwe-regional.de

Tags zum Artikel: Bundesländer, Energiepolitik, Potenziale



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2012/bundesverband-windenergie-begruesst-die-gruendung-eines