Wind-Repowering-Studie für Sachsen

26. September 2011

Wind-Repowering-Studie für Sachsen

In der sächsischen Landespressekonferenz wurde diese Woche in Dresden die von der Landtagsfraktion der Bündnis 90 / Die Grünen in Auftrag gegebene Studie zur Ermittlung des Repowering- Potenzials der Windenergienutzung in Sachsen einschließlich praktischer Umsetzungsmöglichkeiten bis zum Jahr 2020 vorgestellt.

Erarbeitet wurde die Studie von der Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien in Sachsen (VEE) unter Federführung von Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Schlegel. Professor Martin Maslaton, Dr. Dana Kupke sowie RA Christian Falke von der MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Leipzig zeichnen für das Rechtskapitel verantwortlich.

Mit der vorgelegten Studie mit dem Titel „Rechtliche, standörtliche und naturschutzrelevante Rahmenbedingungen eines Repowering-Szenarios der sächsischen Windenergienutzung für die Stromerzeugung bis 2020“ haben die Autoren das sächsische Repowering-Potenzial nahezu flächendeckend untersucht und bewertet. Gemeinden und ihre Bürgerinnen und Bürger sollen erfahren, dass die Windenergie auch zu einem unmittelbaren finanziellen Nutzen durch Gewerbesteuereinnahmen in den Kommunen beiträgt. Bürgerinnen und Bürgern soll die Angst vor einer "Verspargelung" der Landschaft genommen werden, denn in der Bevölkerung besteht häufig eine erhebliche Abneigung gegenüber der Windenergienutzung. Aufklärung, Abbau von Konflikten, Versachlichung der Diskussion durch frühe Einbeziehung der Gemeinden und ihrer Bürgerinnen und Bürger gehören zu den Zielen dieser Studie.

Die Studie zeigt, dass es auch in Sachsen möglich ist, einen deutlich höheren Stromteil aus dem regenerativen Energieträger Wind zu erzeugen. Bisher sind es bei 832 Windenergieanlagen (WEA) 7,2 Prozent oder rund 1500 Gigawattstunden (Gwh). Bis 2020 ist leicht ein Anteil von 30 Prozent Windstrom am sächsischen Stromverbrauch möglich. Dafür sind nur rund 200 zusätzliche WEA der 3 MW-Klasse notwendig. Das bisher von der Landesregierung als ambitioniert dargestellte Ziel von 33 Prozent für alle Erneuerbaren Energien ist dagegen leicht erreichbar.

Aber mit Repowering allein ist ein Windstrom-Anteil von 30 Prozent in Sachsen nicht zu erreichen, wie die Studie zeigt. Deshalb wurde auch untersucht, wie viele WEA mit welcher Gesamtleistung für einen derartigen Stromanteil benötigt werden und wie dafür der Flächenbedarf anwachsen würde. Außerdem beschäftigt sich die Studie ausführlich mit Natur- und Landschaftsschutzaspekten des Windenergieausbaus. Damit Repowering und Zubau mittelfristig realisiert werden kann, müssen die Blockaden in der Landesplanung rasch beseitigt werden. Auch darauf geht die Studie ausführlich ein (Stichworte: Landesentwicklungsplan und Regionalpläne).

>>Download der Studie

Rückfragen: Prof. Dr. Martin Maslaton, Tel.: 0341/149500, Mail: martin@maslaton.de oder www.maslaton.de Stephan Trutschler (MEDIENKONTOR), Tel. 0177 / 31 60 515

Tags zum Artikel: Bundesländer, Potenziale, Repowering



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Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2011/wind-repowering-studie-fuer-sachsen