Umlage der Netzausbaukosten scheitert im Bundesrat

27. September 2011

Umlage der Netzausbaukosten scheitert im Bundesrat

Am vergangenen Freitag scheiterte die Forderung des Landes Brandenburg, die Kosten des Stromnetzausbaus bundesweit umzulegen.

Der zunehmende Anteil erneuerbaren Stroms aus Wind, Sonne und Co. am deutschen Strommix erfordert einen beschleunigten Ausbau der Stromnetze. Um zu verhindern, dass durch den Netzausbau einzelne Regionen finanziell zu stark belastet werden, forderte das Land Brandenburg eine bundesweite Umlage der Netzausbaukosten. Diese Forderung wurde nun im Bundesrat abgelehnt.

Für Höchstspannungsnetze (220 und 380 kV) existiert bereits eine solche Umlage, regionale Verteilnetze werden jedoch von den zuständigen Versorgern finanziert. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) sagte: „Es kann nicht sein, dass die Länder, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien am stärksten vorantreiben – und damit auch die Bundesregierung bei der Erfüllung ihrer energiepolitischen Ziele am meisten unterstützen -, durch höhere Strompreise für ihr Engagement bestraft werden.“

Christoffers erklärte zudem, das Fehlen bundeseinheitlicher Regelungen führe zu „ungerechtfertigten Strompreiserhöhungen in Regionen mit einem hohen Anteil an Erneuerbaren Energien und stellt einen sozialen Nachteil sowie einen Wettbewerbsnachteil für die betroffenen Bundesländer dar.“

Tags zum Artikel: Bundesländer, Netze



Mitglieder Login

User login

Quelle: www.wind-energie.de/infocenter/meldungen/2011/umlage-der-netzausbaukosten-scheitert-im-bundesrat