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A
AbstandsregelungNach diesem Begriff suchen
Abstandsregelungen werden zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung vorgegeben. Grundsätzlich ergeben sich die erforderlichen Abstände aus den gesetzlichen Vorschriften wie etwa den Landesbauordnungen oder der Technische Anleitung Lärm.
AnfangsvergütungNach diesem Begriff suchen
Die Anfangsvergütung ist eine erhöhte Vergütung für Strom aus Windenergieanlagen. Sie wird nach EEG ab der Inbetriebnahme mindestens fünf (Onshore) beziehungsweise zwölf Jahre (Offshore) gezahlt.
AnreizregulierungNach diesem Begriff suchen
Die Anreizregulierung regelt die Netzentgelte. Über deutschlandweite Vergleiche der Netzbetreiber werden Referenzen zur Leistungsoptimierung ermittelt. Ziel ist neben der Effizienzsteigerung der Unternehmen auch ein sinkender Preis für die Netznutzung.
B
BlindleistungNach diesem Begriff suchen
Nicht nutzbare, kontinuierlich zwischen Stromversorger und -verbraucher pendelnde Leistung im elektrischen Versorgungsnetz.
BlindleistungskompensationNach diesem Begriff suchen
Um einer Überbelastung von Stromnetz und Anlagen zur Energieerzeugung vorzubeugen, kann Blindstrom kompensiert werden. Dies geschieht durch so genannte "Blindleistungsfilter" (Kondensatoren), welche dem kapazitiven - einen induktiven Blindstrom entgegensetzt, sodass diese sich gegenseitig nahezu aufheben.
BNetzANach diesem Begriff suchen
Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen mit Sitz in Bonn, kurz Bundesnetzagentur (BNetzA), ist eine obere deutsche Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums. Als oberste deutsche Regulierungsbehörde bestehen ihre Aufgaben in der Aufrechterhaltung und der Förderung des Wettbewerbs in sogenannten Netzmärkten.
BruttostromerzeugungNach diesem Begriff suchen
Gesamte, erzeugte Strommenge inklusive Eigenverbrauch der Anlagen und Leistungsverluste.
BruttostromverbrauchNach diesem Begriff suchen
Der Bruttostromverbrauch ist die Summe von Nettostromverbrauch und Eigenverbrauch der Stromerzeugungsanlagen, des Pumpstromverbrauchs sowie der Leitungsverluste.
Bundes-ImmissionsschutzverordnungNach diesem Begriff suchen
Bundes-Immissionsschutzverordnungen (BImSchV) dienen dem Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verschmutzung der Luft und Lärm. Sie basieren auf dem Bundes-Immissionsschutzgesetz.
BundesnaturschutzgesetzNach diesem Begriff suchen
Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) umfasst seit der Föderalismusreform 2006 vor allem unmittelbar wirkende Regelungen, die auf Landesebene spezifiziert und ergänzt werden. Naturschutz und Landschaftspflege sind Kern des Gesetzes.
BürgerwindparkNach diesem Begriff suchen
Der Bürgerwindpark ist eine Form der Bürgerbeteiligung. Bürgerinnen und Bürger vor Ort nehmen Teil an der Finanzierung und Organisation eines Windparks und erhalten einen Anteil am Gewinn. Bürgerwindparks tragen außerdem zur regionalen Wertschöpfung bei.
C
Cluster-AnbindungNach diesem Begriff suchen
Cluster-Anbindung meint die gebündelte Netzanbindung der Offshore-Windparks. Eine isolierte Netzanbindung der Windparks führt häufig zu Verzögerungen und zu unnötigen Verlusten. Ähnlich einer Mehrfachsteckdose müssen die Windparks auf See hier lediglich an eine zentrale Kupplung angeschlossen werden.
CO2-ZertifikateNach diesem Begriff suchen
Zertifikate, die die Betreiber fossiler Kraftwerke/Industrieanlagen benötigen, um eine bestimmte Menge an CO2 ausstoßen zu dürfen. Es gibt mehrere nationale und internationale Handelssysteme. Im Rahmen des EU-Emissionshandels werden Zertifikate zentral durch die EU-Kommission (Kommissar für Klimaschutz) vergeben.
D
Disco-EffektNach diesem Begriff suchen
Mit dem Disco-Effekt wurden Lichtreflexe an Rotorblättern beschrieben. Diese spielen heute keine Rolle mehr, da auf den Rotorflächen lediglich matte, nichtreflektierende Farben aufgetragen werden.
DrehfunkfeuerNach diesem Begriff suchen
Anlage zur Navigation von Flugzeugen.
DVORNach diesem Begriff suchen
DVOR steht für Doppler Very High Frequency Omnidirectional Radio Range (Doppler-UKW) und ist eine sehr genaue Form des Drehfunkfeuers.
E
EinspeisemanagementNach diesem Begriff suchen
Einspeisemanagement meint die vorübergehende Reduzierung der Einspeiseleistung von Windenergie- und anderen Erneuerbare Energien-Anlagen. Netzbetreibern wird dies unter gewissen Voraussetzungen im EEG bzw. EnWG ermöglicht.
ElektrolyseNach diesem Begriff suchen
Vorgang, bei dem durch Hilfe von elektrischer Energie (Strom) chemische Stoffe erzeugt werden.
ElektromobilitätNach diesem Begriff suchen
Elektromobilität beschreibt Fahrzeuge, die mit elektrischem Strom betrieben werden. Dies beinhaltet neben dem elektrisch angetriebenen Schienenverkehr auch Elektrofahrräder und Elektroautos. Bei letzteren wird ein interner Akku mit elektrischem Strom - vorzugsweise aus Erneuerbaren Energien - aufgeladen.
EmissionshandelNach diesem Begriff suchen
Der Emissionshandel ist ein marktbasiertes Instrument der Umweltpolitik. Erreicht werden soll die Einsparung von Schadstoffemissionen dort, wo dies möglichst niedrige volkswirtschaftliche Kosten verursacht.
EndenergieNach diesem Begriff suchen
Energie, die dem Verbraucher nach Abzug von Leitungs- und Umwandlungsverlusten zur Verfügung steht.
EnergiebilanzNach diesem Begriff suchen
Die Energiebilanz vergleicht den Energieaufwand für Herstellung, Nutzung und Entsorgung einer Anlage im Vergleich zum durch sie erzeugten Strom. Eine Windenergieanlage erzeugt in ihrer Laufzeit je nach Typ 40 bis 70 Mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung eingesetzt wurde.
EnergieertragNach diesem Begriff suchen
Der Energieertrag beschreibt die erzeugte elektrische Energie über einen bestimmten Zeitraum. Da Energieerzeugungsanlagen nicht immer in ihrer Nennleistung laufen können, wird ihr Energieertrag durch multiplizieren von durchschnittlich erbrachter elektrischer Leistung mit der Zeit, in der diese Leistung erbracht wurde, ermittelt.
EnergiespeicherNach diesem Begriff suchen
Technologie, die eine Speicherung überschüssig erzeugten Stroms (beispielsweise an besonders wind- und sonnenreichen Tagen) ermöglicht. Neben der Batterie gibt es noch weitere geläufige Energiespeichermethoden wie beispielsweise die Pump- und Druckluftspeicher. Außerdem gibt es die Möglichkeit in chemischen Prozessen durch überschüssigen Strom Wasserstoff oder in einem weiteren Schritt Methan herzustellen, welche als Kraftstoff (Wasserstoff) oder Brennstoff für Verkehr und Gaskraftwerke (Methan) genutzt werden können.
Energy-only-MarktNach diesem Begriff suchen
Energiemarkt, bei dem nur tatsächliche Energielieferungen vergütet werden, nicht aber die Bereitstellung von Leistung.
EngpassleistungNach diesem Begriff suchen
Maximal mögliche Leistung, die ein Kraftwerk dauerhaft erreichen kann. Der leistungsschwächste Anteil der Anlage ist hierbei ausschlaggebend.
EngpassmanagementNach diesem Begriff suchen
Managementverfahren zur Bewirtschaftung der aufkommenden Netzengpässe zu den Nachbarländern. Historisch bedingt sind die Stromübertragungskapazitäten hier begrenzt.
Erneuerbare EnergienNach diesem Begriff suchen
Energieträger, die aus regenerativen Ressourcen wie Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie oder Wasser Strom und Wärme erzeugen.
Erneuerbare Energien GesetzNach diesem Begriff suchen
Das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) ist das Kerninstrument zur Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ausgangspunkt sind die Klimaschutz- und die damit verbundenen Ausbauziele für Erneuerbare Energie. Garantierte Abnahmepreise sind einer der wichtigen Bestandteile.
Externe KostenNach diesem Begriff suchen
Externe Kosten sind Kosten, die nicht im Marktpreis enthalten sind, weil sie nicht von ihrem Verursacher getragen werden. Der Markt als Steuerungsmechanismus wird hierbei umgangen.
F
Fauna-Flora-HabitatNach diesem Begriff suchen
Die FFH-Richtlinie 92/43/EWG der Europäischen Gemeinschaft - auch Fauna-Flora-Habitatrichtlinie genannt, ist seit dem 5. Juni 1992 in Kraft. Seit dem 01.01.2007 liegt sie in konsolidierter Fassung vor. Die Sicherung der Artenvielfalt im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten durch das Erhalten natürlicher Lebensräume sowie wild lebender Tiere und Plfanzen ist das Ziel der Richtlinie. Sie ist die Grundlage für den Aufbau des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000".
FreileitungsmonitoringNach diesem Begriff suchen
Auch "Freileitungs-Temperatur-Monitoring". Regelungsverfahren für eine bestmögliche Nutzung der Übertragungskapazität von Freileitungen. Durch Messungen der Betriebstemperatur der Leitungen und der klimatischen Witterungsbedingungen um die Leitung herum kann die Kapazität um bis zu 50 Prozent erhöht werden, da beispielsweise die kühlende Wirkung der Witterung berücksichtigt wird.
G
GenehmigungsverfahrenNach diesem Begriff suchen
Vor der Errichtung eines Windparks bedarf es dessen Genehmigung. Diese erfolgt in der Regel nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Im Genehmigungsverfahren müssen sämtliche Standorteigenschaften berücksichtigt werden, außerdem werden eine Reihe von Gutachten erstellt.
GeneratorNach diesem Begriff suchen
Technisches Gerät zur Übertragung von kinetischer Energie (z.B. aus einer vom Wind angetriebenen Rotorwelle) in elektrische Energie.
Gesicherte KraftwerksleistungNach diesem Begriff suchen
Leistungsangabe einer Energieerzeugungsanlage, die beispielsweise den Eigenstrombedarf berücksichtigt. Bei Windenergieanlagen gibt die gesicherte Kraftwerksleistung an, mit welcher konstanten Leistung trotz gelegentlicher Windflaute gerechnet werden kann.
Gesicherte LeistungNach diesem Begriff suchen
Leistung, die mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99,5 Prozent von einer Energieerzeugungsanlage zu jedem Zeitpunkt verfügbar ist. Bei der Errechnung der gesicherten Leistung werden Ausfallwahrscheinlichkeiten durch Revision oder technische Störungen usw. berücksichtigt.
GigawattstundeNach diesem Begriff suchen
Die Energieverbrauchseinheit Gigawattstunde, entspricht einer Milliarde Wattstunden bzw. einer Million Kilowattstunden.
GrundlastNach diesem Begriff suchen
Die Grundlast (Base-Load) beschreibt die konstant und rund um die Uhr nachgefragte Stromleistung. Sie ist ausschlaggebend für die Stabilität des Stromnetzes und muss daher gesichert sein.
H
HärtefallregelungNach diesem Begriff suchen
Die Härtefallregelung bestimmt die Höhe und Berechnung der Entschädigungszahlungen, wenn Anlagen im Rahmen des Einspeisemanagements heruntergefahren werden.
HindernisbefeuerungNach diesem Begriff suchen
Ab einer gewissen Höhe einer Windenergieanlage muss diese gekennzeichnet werden. Hierbei ist zwischen Tag- und Nachtkennzeichnung zu unterscheiden. Tagsüber werden Anlagen durch farbige Markierungen und/oder weiß leuchtende Lampen (auch "Feuer" genannt) gekennzeichnet, nachts durch rote. Die Art der Kennzeichnung für die unterschiedlichen Höhen ist in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen" (AVV) geregelt.
HochspannungNach diesem Begriff suchen
Der Spannungsbereich zwischen 30 und 110 Kilovolt gilt als Hochspannung. Die Hochspannungsleitungen gehören zum Verteilnetz und dienen einem kürzeren, regionalen Stromtransport sowie der Versorgung von Kleinstädten. Es sind kleinere bis mittlere Kraftwerke - wie Beispielsweise Windparks - am Hochspannungsnetz angeschlossen.
HochspannungsgleichstromübertragungNach diesem Begriff suchen
Kurz: HGÜ. Um den Verlust bei der Stromübertragung über weite Strecken möglichst klein zu halten, wird eine hohe Gleichspannung erzeugt, die dann durch die mehrere 100 bis über 1.000 Kilometer langen Leitungen geleitet wird. HGÜ wird auf kürzeren Distanzen außerdem in Erd- und Seekabeln verwendet.
HöchstspannungNach diesem Begriff suchen
Spannung über 200 Kilovolt, die für einen überregionalen Transport von Strom genutzt wird. Am Höchstspannungsnetz angeschlossen sind große Versorger wie beispielsweise die konventionellen Atom- und Kohlekraftwerke aber auch Offshore-Windparks. Für den Verbraucher muss der Strom nach Transport über das Übertragungsnetz erst wieder auf Hoch-, Mittel- oder Niederspannung transformiert werden.
I
InfraschallNach diesem Begriff suchen
Infraschall ist Schall mit sehr niedrigen Frequenzen. Untersuchungen zeigen, dass er unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle (Schall unter 20 Hertz, Schalldruckpegel weniger als 130 Dezibel) für den Menschen keine negative Auswirkungen hat.
InselnetzbetriebNach diesem Begriff suchen
Dezentrales Erzeuger- und Verteilungsnetz, das eine kleine Region mit Energie versorgt und vom öffentlichen Stromnetz ausgeschlossen ist.
Installierte LeistungNach diesem Begriff suchen
Gesamte maximale Erzeugungskapazität einer Energieerzeugungsanlage inklusive der Kapazität für den Eigenverbrauch.
J
JahresenergieertragNach diesem Begriff suchen
Der zu erwartende jährliche Energieertrag kann berechnet werden, indem die mittlere Leistung einer Windenergieanlage, die auf der Häufigkeitsverteilung der Windgeschwindigkeiten basiert, mit der Anzahl der Stunden pro Jahr (8760) multipliziert wird.
JahreshöchstlastNach diesem Begriff suchen
Die Jahreshöchstlast ist die höchste Stromnachfrage, die innerhalb eines Jahres zu einem bestimmten Zeitpunkt (meist im Winter) aufgetreten ist. Sie ist ein wichtiger Richtwert zur Bestimmung der notwendigen Kraftwerkskapazitäten für eine gesicherte Energieversorgung.
K
KilowattstundeNach diesem Begriff suchen
Die Kilowattstunde (kWh) gibt wieder, wie viel Leistung (Watt bzw. Kilowatt) ein Gerät bei einer Laufzeit von einer Stunde aufnehmen oder abgeben würde. Sie wird zur Messung und Abrechnung von Strom- und Wärmeverbrauch in Haushalten verwendet. Ein Drei-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht durchschnittlich beispielsweise rund 3.500 Kilowattstunden im Jahr.
KleinwindanlagenNach diesem Begriff suchen
Kleine Windenergieanlagen, die meist der Selbstversorgung einzelner Haushalte dienen und eine Leistung von bis zu 500 Kilowatt haben. Laut des Deutschen Institutes für Bautechnik (DIBt) sind Kleinwindanlagen Anlagen mit weniger als 200 m² überstrichener Rotorkreisfläche.
KohlenstoffdioxidNach diesem Begriff suchen
Farbloses und geruchsneutrales Gas aus Sauerstoff und Kohlenstoff. Kohlenstoffdioxid ist ein sogenanntes 'Treibhausgas', welches zum Treibhauseffekt und somit zum Klimawandel beiträgt. Es entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger.
KombikraftwerkNach diesem Begriff suchen
Verknüpfung und Steuerung vieler kleiner, dezentraler Kraftwerke aus Erneuerbaren Energien.
Konventionelle EnergienNach diesem Begriff suchen
Bezeichnung für die bisher vermehrt genutzten Energieträger Kohle, Erdgas und Erdöl.
Kraft-Wärme-KopplungNach diesem Begriff suchen
Bei der Stromerzeugung in Kraftwerken entsteht Wärme als Nebenprodukt. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird diese für Nah- oder Fernwärme genutzt. Das steigert den Wirkungsgrad und bedeutet somit eine wesentlich höhere Energieeffizienz.
L
LastabwurfNach diesem Begriff suchen
Trennen von Stromverbrauchern oder Stromerzeugungsanlagen vom Netz. Der Lastabwurf dient der Sicherung der Netzstabilität. Die Regelung, wann welcher Verbraucher oder Erzeuger den Bezug oder die Abgabe von Strom unterbricht, legt der jeweilige Netzbetreiber fest.
LastmanagementNach diesem Begriff suchen
Beim Lastmanagement, auch Demand Side Management (DSM), wird die Stromnachfrage der Abnehmer durch den Stromanbieter gesteuert. Vertraglich geregeltes, temporäres Aussetzen der Stromversorgung von bestimmten Geräten bei den Verbrauchern kann Angebot und Nachfrage beim Stromverbrauch kurzzeitig in Einklang bringen.
LeistungNach diesem Begriff suchen
Physikalische Größe für bereitgestellte oder genutzte Energie pro Zeiteinheit. Die Leistung wird in Watt angegeben.
M
MarktprämieNach diesem Begriff suchen
Die Marktprämie dient dazu, die Differenz zwischen dem Marktpreis und der nach dem EEG zugesicherten Vergütung ausgleichen. Sie wird gezahlt, wenn der erhaltene Marktpreis unter der EEG-Vergütung liegt.
MethanisierungNach diesem Begriff suchen
Nutzung überschüssiger Energie zur Methangasproduktion. Per Elektrolyse wird Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Anschließend wird der gewonnene Wasserstoff unter Zugabe von Kohlendioxid (CO2) im sogenannten Sabatier-Prozess herkömmliches Erdgas (Methangas) umgewandelt. Dies kann im Erdgasnetz gespeichert und transportiert sowie für die Wärmeproduktion und zum Antrieb von Erdgasfahrzeugen verwendet werden.
MittelspannungNach diesem Begriff suchen
Spannungsbereich zwischen einem und 30 Kilovolt (kV). Zur Anwendung kommt die Mittelspannung in der regionalen Verteilung von Strom im Bereich von einigen Kilometern bis zu 100 Kilometer.
N
NennleistungNach diesem Begriff suchen
Als Nennleistung wird die vom Hersteller angegebene Leistung einer Windenergieanlage bezeichnet, die diese umsetzen beziehungsweise generieren kann. Diese maximal mögliche Leistung kann sich von der praktisch erreichten Leistung etwa aufgrund der Windverhältnisse vor Ort unterscheiden.
NennwindgeschwindigkeitNach diesem Begriff suchen
Die Windgeschwindigkeit, bei der eine Windenergieanlage ihre Nennleistung erreicht.
Net MeteringNach diesem Begriff suchen
Stromzähler, der eingespeisten Strom und Bezug miteinander verrechnet, z.B. bei privaten Kleinwindanlagen. Wird mehr Strom erzeugt als im Haushalt verbraucht wird, kann der Überschuss in die nächste Abrechnungsperiode übertragen werden.
NettoengpassleistungNach diesem Begriff suchen
Gibt die maximal mögliche Leistung eines Kraftwerks an, minus die Leistung, die für den Eigenverbrauch des Kraftwerks gebraucht wird. Der leistungsschwächste Anteil der Anlage ist hierbei ausschlaggebend.
NettostromerzeugungNach diesem Begriff suchen
Nettostromerzeugung die Strommenge eines Kraftwerks oder eines Landes, die nach Abzug des Kraftwerkseigenverbrauchs und der Netzverluste erzeugt wird.
NettostromverbrauchNach diesem Begriff suchen
Der Nettostromverbrauch beschreibt die genutzte elektrische Arbeit (Strommenge) nach Abzug des Eigenbedarfs der Kraftwerke sowie des Verlustes bei der Übertragung und Speicherung.
NetzstabilitätNach diesem Begriff suchen
Grundvoraussetzung für sichere Stromversorgung. Die dezentrale Stromeinspeisung unterschiedlicher Anlagen führt zu einer komplexeren Struktur für die Aufrechterhaltung der Netzstabilität, primär im Bereich der Lastregelung und der Spannungshaltung im Verteilnetz.
NiederspannungNach diesem Begriff suchen
Spannungsbereich bis 1000 Volt (1 Kilovolt) bei Wechselspannung und bis 1500 Volt (1,5 Kilovolt) bei Gleichspannung. Niederspannungsnetze dienen der Lieferung des Stroms an die Endkunden. Haushalte werden mit Niederspannung von etwa 230 Volt beliefert.
O
OberschwingungenNach diesem Begriff suchen
Oberschwingungen können Störungen verursachen, z.B. in Drehstromnetzen durch unzulässig hohe Strombelastungen einzelner Leiter.
OffshoreNach diesem Begriff suchen
Offshore ist englisch für 'vor der Küste liegend'. Damit werden Windenergieanlagen beschrieben, die im Meer stehen.
OnshoreNach diesem Begriff suchen
Windenergieanlagen die auf dem Festland errichtet werden.
Overlay-NetzwerkNach diesem Begriff suchen
Ein Netzwerk, das auf die Infrastruktur eines bestehenden Netzwerks aufbaut. Hier ist eine zusätzliche Netzebene gemeint, um die wachsenden Strommengen aus Erneuerbaren Energien von Erzeugungs- in entfernte Lastzentren zu transportieren.
P
Pitch- und Stall-RegelungNach diesem Begriff suchen
Pitchregelung: Um die Leistung einer Windenergieanlage werden die Blätter gemeinsam oder einzeln aus dem Wind gedreht (engl. pitch). Die dynamische Ausrichtung der Rotorblätter ermöglich eine optimale Ausbeute der unterschiedlichsten Windgeschwindigkeiten. Stallregelung: Die Rotorblätter werden auf eine Normwindgeschwindigkeit ausgerichtet. BEi zu wenig Wind können die Rotoren schlecht anlaufen, deshalb kann bei solchen Anlagen der Generator auch als Motor betrieben werden um eine Mindestrotationsgeschwindigkeit zu gewährleisten. Die maximale Rotordrehzahl wird aerodynamisch automatisch erzielt, in dem das Blattprofil so gestaltet ist, dass bei einer maximalen Windgeschwindigkeit die Strömung an der Blattoberfläche abreist (engl. Stall) und der Rotor nicht weiter kinetische Energie aus dem Wind in rotationsenergie umsetzten kann.
Potenzieller JahresenergieertragNach diesem Begriff suchen
Gibt an, wie viel Strom alle am Ende eines Jahres in Deutschland installierten Windenergieanlagen produzieren würden, wenn sie unter durchschnittlichen Bedingungen ein Jahr lang Strom produzierten.
PrimärenergieNach diesem Begriff suchen
Die Energie, die in den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht (z.B. Kohle, Gas, Geothermie, Sonne, Wind, Wasser). Für die Nutzung von Strom und Wärme muss die Primärenergie in Sekundärenergie umgewandelt werden.
PrimärenergieverbrauchNach diesem Begriff suchen
Summe des Energiegehalts der für die inländische Versorgung eingesetzten Energieträger.
PumpspeicherkraftwerkNach diesem Begriff suchen
Bei Stromüberschuss im Netz wird Wasser mit Hilfe elektrisch betriebener Pumpen auf ein geographisch höher gelegenen Speicher gepumpt. Diese potenzielle Energie des Wassers kann unbegrenzt gespeichert und schnell wieder in elektrische Energie umgewandelt werden. Dazu treibt es beim abfließen in einen tiefer gelegenen Speicher Turbinen an.
R
RadarNach diesem Begriff suchen
Radio Detection and Ranging (frei übersetzt: „Funkortung und -abstandsmessung“) ist die Bezeichnung für verschiedene Erkennungs- und Ortungsverfahren und -geräte auf der Basis elektromagnetischer Wellen im Radiofrequenzbereich (Funkwellen). Für den Ausbau von Windenergie sind Schutzbereiche um die Drehfunkfeuer der zivilen Luftfahrt (VOR, DVOR) ein Hindernis. Ein sachgerechter Ausgleich zwischen maximale Sicherheit mit größtmöglicher Akzeptanz ist das Ziel.
RaumordnungsgesetzNach diesem Begriff suchen
Das Raumordnungsgesetz (ROG) regelt über die Raumordnungspläne eine ausgewogene Siedlungs- und Freiraumstruktur und trifft Vorsorge für einzelne Nutzungen und Funktionen der Räume für ganz Deutschland.
RaumordnungsverfahrenNach diesem Begriff suchen
Das Raumordnungsverfahren (ROV) ist ein vorklärendes Gutachten, das in nachfolgenden Planungs- und Genehmigungsverfahren von Windparks zu berücksichtigen ist.
RecyclingNach diesem Begriff suchen
Die nachhaltige Entsorgung alter Windenergieanlagen ist eine große Herausforderung. Die faserverstärkten Verbundwerkstoffe in Rotorblättern können durch thermo-chemische Spaltung (Pyrolyse) aufgebrochen und wiederverwertet werden. Je nach Energieaufwand ist dies aufgrund der sehr stabilen Struktur der Verbundstoffe aber nicht immer sinnvoll. Geschredderte Teile werden daher auch als Ersatzbrennstoff statt Braunkohle bei der Zementproduktion verwendet. Rückgebaute alte Windnergieanlagen erfahren zudem eine Weiterverwendung an anderen Standorten.
ReferenzertragNach diesem Begriff suchen
Der Referenzertrag beschreibt die für jeden Windenergieanlagentyp bestimmte Strommenge, die dieser in x Betriebsjahren erbringen wird. Dabei wird die jeweilige Nabenhöhe beachtet. Grundlage für diesen rechnerischen Wert ist auch der so genannte Referenzstandort.
RegelenergieNach diesem Begriff suchen
Regelenergie wird benötigt, um unvorhersehbare Schwankungen im Stromverbrauche und in der Stromerzeugung, etwa Kraftwerksausfälle, auszugleichen. Damit die Energie sofort zur Verfügung steht, wird Leistung in flexibel regelbaren Kraftwerken vorgehalten.
RepoweringNach diesem Begriff suchen
Repowering beschreibt das Ersetzen älterer Anlagen durch größere, leistungsfähigere, moderne Anlagen auf dem aktuellen Stand der Technik. Dabei sinkt die Gesamtanzahl der Anlagen bei steigender Gesamtleistung des Parks.
RückbauNach diesem Begriff suchen
Abbau der Windenergieanlage nach festgelegter Betriebsdauer. Bereits im Genehmigungsverfahren wird festgelegt, dass eine WEA vollständig zurückzubauen und der Standort in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen ist.
S
SchallentwicklungNach diesem Begriff suchen
Bei einer Windenergieanlage gibt es zwei Schallquellen: zum einen die mechanischen Bauteile wie Getriebe und Generator, zum anderen entsteht durch die Bewegung des Rotors aerodynamischer Schall. Die zu erwartenden Schallemissionen einer Windenergieanlage spielen bereits in der Genehmigung eine Rolle.
SchattenwurfNach diesem Begriff suchen
Je nach Tageszeit und Position einer Windenergieanlage wirft diese einen bewegten Schlagschatten. Die maximale Schattenwurfdauer, die Wohngebiete beeinflussen könnte, ist gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz geregelt.
ScheinleistungNach diesem Begriff suchen
Die Scheinleistung setzt sich aus der Wirkleistung und der Blindleistung einer Anlage zusammen.
SekundärenergieNach diesem Begriff suchen
Sekundärenergie entsteht aus der Umwandlung von Primärenergie. Beispiel: Die Primärenergie Wind wird in elektrische Energie umgewandelt. Sekundärenergieträger sind beispielsweise Strom, Fernwärme aber auch Benzin, Stein- und Braunkohleprodukte.
SekundärreserveNach diesem Begriff suchen
Dient der Stabilität der Netzfrequenz und ist für Bereitstellung von Stromerzeugungsleistung ausgelegt, die innerhalb von 30 Sekunden vollständig aktivierbar bzw. deaktivierbar ist.
Smart GridNach diesem Begriff suchen
Oberbegriff für eine geschickte und effiziente Verknüpfung von Stromerzeugung, Stromtransport und Lastmanagement mit Hilfe moderner Kommunikations- und Informationstechnologie. Dazu gehören auch intelligente Stromzähler (Smart Meter).
Smart MeterNach diesem Begriff suchen
Intelligente Stromzähler, die nicht nur die Verbrauchsmenge erfassen, sondern den genauen Zeitpunkt des Verbrauchs, also den Lastverlauf. Je nach Modell übermittelt der Stromzähler die Daten direkt an den Stromversorger, kann Verbrauchs- und Kostenprognosen abgeben und visualisieren.Ziel ist es, durch die Anzeige des tatsächlichen, momentanen Energieverbrauchs Effizienzpotenziale zu erschließen.
SpannungsebenenNach diesem Begriff suchen
Je nach Transportweg, angeschlossenen Kraftwerken und Verbrauchern ist das Stromnetz in verschiedene Spannungen unterteilt.
SpeichertechnologienNach diesem Begriff suchen
Dienen der Speicherung überschüssiger Energie für Zeiten geringerer Kapazitäten. Bei der Umwandlung von Energie treten je nach Technologie Verluste auf. Je nach Schwankung sind unterschiedliche Technologien sinnvoll.
SpitzenlastNach diesem Begriff suchen
Die Spitzenlast (Peak Load) ist eine besonders hohe Energienachfrage, die nur an wenigen Tagen im Jahr oder an wenigen Stunden am Tag (Mittagsstunden) auftritt. Bei der Stromversorgung werden diese Spitzen in der Lastkurve über die Börse mit teuren Peakload-Produkten oder durch Spitzenlastkraftwerke (Erdgas oder Pumpspeicher) abgedeckt.
StromgestehungskostenNach diesem Begriff suchen
Stromgestehungskosten sind die Kosten, die für die Umwandlung einer Energieform in elektrischen Strom aufgewendet werden müssen (in €/MWh).
StrompreisNach diesem Begriff suchen
Die Endverbraucherpreise hängen stark ab von der Bezugsmenge und dem Netzanschluss. So zahlen Industriekunden im Verhältnis erheblich weniger als Privathaushalte und Kleingewerbe.
SupergridNach diesem Begriff suchen
Bezeichnung für ein supranationales Stromnetz zum Transport von großen Strommengen.
SystemdienstleistungNach diesem Begriff suchen
Die Systemdienstleistung (SDL) beinhaltet für die Funktionstüchtigkeit notwendige Dienste in der Elektrizitätsversorgung, die Netzbetreiber neben der Übertragung und Verteilung elektrischer Energie zusätzlich erbringen. Dies sind unter anderem: Frequenzhaltung (durch Bereitstellung von Regelleistung), Spannungshaltung, Versorgungswiederaufbau und Betriebsführung/Netzengpassmanagement.
T
TurbineNach diesem Begriff suchen
Maschine, welche die kinetische Energie von Flüssigkeiten oder Gasen in Rotationsenergie umwandelt. Die Rotationsenergie von Turbinen wird mit Hilfe von Generatoren in elektrischen Strom umgewandelt.
U
ÜbertragungsnetzNach diesem Begriff suchen
Das Stromübertragungsnetz dient dem überregionalen Ferntransport von Strom. Um die Übertragungsverluste möglichst zu minimieren, wird dazu Höchstspannung gewählt. Üblicherweise kommen dabei die Spannungsebenen von 220 und 380 Kilovolt zur Anwendung.
ÜbertragungsnetzbetreiberNach diesem Begriff suchen
Ihnen kommt die Aufgabe zu, die Übertragungsnetze zu warten und instand zu halten sowie Stromerzeugern, -händlern und -lieferanten Zugang zu den Netzen zu gewähren. Außerdem gleichen die Übertragungsnetzbetreiber Netzschwankungen aus, indem sie Regelenergie bereitstellen.
UmweltverträglichkeitsprüfungNach diesem Begriff suchen
Je nach Anlagenzahl ist es gesetzlich vorgegeben, innerhalb des Genehmigungsverfahrens eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Die Auswirkungen eines Vorhabens auf die Umwelt werden ermittelt und bewertet auf Grundlage der Regelungen im Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG).
V
VersiegelungNach diesem Begriff suchen
Flächenversiegelung oder Bodenversiegelung bezeichnet das Bedecken des natürlichen Bodens durch Bauwerke des Menschen.
VerteilnetzNach diesem Begriff suchen
Umfasst Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetze und dient der regionalen Stromverteilung. Das Verteilnetz ist über Umspannwerke (Transformatoren) mit dem Übertragungsnetz (Höchstspannung) verbunden.
Virtuelles KraftwerkNach diesem Begriff suchen
Ein Verbund aus verschiedenen dezentralen Stromerzeugungsanlagen, z.B. Photovoltaikanlagen, Windräder, Biogasanlagen, Blockheizkraftwerke oder Wasserkraftanlagen aber auch Energiespeicher. Gesteuert wird ein solches Netzwerk aus kleineren Erzeugern zentral. Durch die enge Vernetzung der Einzelanlagen bekommen die vielen dezentralen Anlagen den Charakter eines Großkraftwerks.
VogelschutzNach diesem Begriff suchen
Forschungsergebnisse aus nunmehr über 20 Jahren zeigen deutlich, dass es keine massenhaften Kollisionen mit Windenergieanlagen gibt und die Bestände an nicht beeinträchtigt werden. Nahezu jedes Windprojekt wird durch ornithologische Untersuchungen begleitet, wobei etwaige Auswirkungen von Windturbinen auf die Lebensräume und Durchzugsgebiete von Vögeln oder die Gefahr von Kollisionen durch sorgsame Standortplanung vermieden oder weitestgehend vermindert werden.
VolllaststundenNach diesem Begriff suchen
Die Zahl der Volllaststunden einer Windenergieanlage ergibt sich bei Division des Jahresenergieertrages durch die Nennleistung.
VorranggebietNach diesem Begriff suchen
Das Vorranggebiet ist ein Instrument der Raumordnung, ein Gebiet, in dem eine bestimmte raumbedeutsame Funktionen oder Nutzungen vorgesehen sind und andere ausgeschlossen werden.
W
WertschöpfungNach diesem Begriff suchen
Die Wertschöpfung bei der Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energieträgern erfolgt zum großen Teil regional. So gehen zum Beispiel mindestens 70% der Gewerbesteuer an die Kommune in der ein Windpark betrieben wird. Gleichzeitig kann die Ansiedelung von Erneuerbaren Energieanlagen Arbeitsplätze in der Region schaffen.
WirkungsgradNach diesem Begriff suchen
Verhältnis von Energieeinsatz und erhaltener Leistung (z.B. Strom oder Wärme). Man kann den Wirkungsgrad erhöhen, indem man auch die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, nutzt.
WirtschaftlichkeitNach diesem Begriff suchen
Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag entscheidet darüber, ob ein Produkt oder eine Technologie im Wettbewerb bestehen kann.