BWE-Ziel: 35 Prozent Windstromanteil bis 2020 in Thüringen

23. August 2010

BWE-Ziel: 35 Prozent Windstromanteil bis 2020 in Thüringen

Erfurt. Anlässlich des heutigen Gesprächs mit dem thüringischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Matthias Machnig, begrüßt der Bundesverband WindEnergie e.V. die Initiative der Landesregierung, Thüringen zum "grünen Motor" für Erneuerbare Energien zu machen.

Mit seiner Einladung zu dem Gespräch hat Matthias Machnig, gezeigt, dass er die große Bedeutung der Windenergie beim Ausbau der Erneuerbaren Energien insgesamt erkannt hat.

Mit zurzeit lediglich 730 MW installierter Windkraftleistung belegt Thüringen jedoch nur Platz neun im Ländervergleich (gesamte installierte Leistung in Deutschland: ca. 26.500 MW). Andere ostdeutsche Bundesländer wie etwa Brandenburg als Nr. zwei mit 4.260 MW oder Sachsen-Anhalt als Nr. drei mit 3.402 MW installierter Leistung nehmen im Ländervergleich eine wesentlich bessere Stellung ein und können so deutlich größere Erfolge beim Klimaschutz vorweisen.

Dabei hat auch Thüringen großes Potenzial für den Ausbau der Windenergie. Grundlage für eine sinnvolle und notwendige Windenergienutzung ist aber die konsequente Unterstützung des Windenergieausbaus im Landesentwicklungsplan und die Überführung in die Landesraumordnung. Der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V., Hermann Albers, betonte am Rande des Gesprächs: "Die Flächenbereitstellung für Windenergie muss für Thüringen von heute 0,3 Prozent auf mindestens 1 Prozent der Landesfläche ausgeweitet werden. Damit ließe sich der Windstromanteil am thüringischen Stromverbrauch  von gegenwärtig 11 Prozent auf mindestens 35 Prozent bis 2020 steigern." Dabei bietet im Übrigen auch das Repowering - das Ersetzen älterer Anlagen durch neue und leistungsstärkere - hervorragende Möglichkeiten zur Leistungssteigerung.

Im Ausbau der Windenergie steckt auch eine große Chance für die Wirtschaft Thüringens.  Die Ansiedlung der Schuler AG etwa, die ab 2013 in Erfurt Windkraftanlagen fertigen will, verdeutlicht das ökonomische Potential der Windenergiebranche. "Dieses Beispiel zeigt, in welche Richtung sich der  Wirtschaftsstandort Thüringen entwickeln kann. Ob das Bundesland hier seine Möglichkeiten nutzt, hängt jetzt von der Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen durch die Landesregierung ab", unterstrich Hermann Albers.

Tags: Energiepolitik, Genehmigung



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Quelle: www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/2010/bwe-ziel-35-prozent-windstromanteil-bis-2020-thueringen