Kommunale Bedeutung
Wenn die Anzahl der Windenergieanlagen deutlich reduziert wird, entlastet dies das Landschaftsbild. Moderne Windenergieanlagen sind aufgrund ihrer geringeren Drehzahl optisch angenehmer und auch ihre Geräuschemissionen liegen oft unter denen der alten Anlagen. Für die Kommune besteht die Möglichkeit, unzeitgemäße Planungen aus der Vergangenheit durch Repowering zu korrigieren und den aktuellen Bestimmungen anzupassen.
Auch aus finanzieller Sicht zahlt sich die Investition in moderne Anlagen für die Kommune aus. Die Regelungen im Gewerbesteuergesetz sichern den Standortgemeinden seit 2009 mindestens 70 Prozent des Gewerbesteueraufkommens zu. Die restlichen 30 Prozent erhält die Kommune, in der der Sitz der Betreibergesellschaft angesiedelt ist (Gewerbesteuergesetz, §29 ff.). So werden durch eine größere installierte Leistung und höhere Erträge auch mehr Gewerbesteuereinnahme erzielt.
Um Repowering-Projekte zu verwirklichen, sollten die Kommunen sich rechtzeitig mit den Planungsträgern und den relevanten administrativen Institutionen in Verbindung setzen. Die lokalen und regionalen Strategien zum Repowering werden durch die im EEG geregelten Rahmenbedingungen entscheidend beeinflussen. Vor allem der Austausch der Kommunen untereinander ist mehr denn je ausschlaggebend für das Gelingen von Repowering-Projekten.
