27. September 2011
Hunsrückgemeinde: Vorzeigemodell für die Energiewende
Dem parteilosen Bürgermeister Toni Christ gelang es in Mastershausen im Hunsrück trotz massiver Widerstände, die Energiewende auf den Weg zu bringen und seiner Gemeinde, die früher mit Schulden zu kämpfen hatte die finanzielle Unabhängigkeit zu bescheren.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, wurde bereits 2007 in der Gemeinde Mastershausen ein Windpark mit 10 Windenergieanlagen eingeweiht. 2009 folgte die größte Photovoltaikanlage des Rhein-Hunsrück-Kreises. Obwohl Bürgermeister Christ die Durchführung der Projekte gegen den Widerstand anderer Gemeinden sogar bis zum Oberverwaltungsgericht Koblenz durchfechten musste, war sein Vorhaben letztendlich von Erfolg gekrönt.
Auch innerhalb des Dorfes gab es anfangs Proteste. Der jährliche Überschuss im Gemeindehaushalt von ca. 400.000 € überzeugte schließlich doch die meisten der 1100 Bewohner von Mastershausen. Mit den Überschüssen wurden zahlreiche Projekte wie z.B. die Sanierung von Straßen und Sportplätzen, der Bau einer Bibliothek sowie Steuersenkungen verwirklicht. Die Erweiterung des Windparks sowie die Errichtung einer Biogasanlage sind geplant. Die Arbeitslosenquote in Mastershausen liegt bei einem Prozent. Für die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke ist Mastershausen ein „Vorzeigemodell wie die Energiewende funktionieren kann.“
