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Enthusiasten haben den Startschuss gegeben. Mittlerweile ist Deutschland mit rund 9,7 Mrd. Euro Umsatz mit in Deutschland hergestellten Windenergieanlagen, deren Bauteilen, Betrieb und Service und rund 90.000 Beschäftigten einer der weltweit größten Märkte für Windenergieanlagen. (Stand: Ende 2008)

Auf dem Zukunftsmarkt Windenergie haben sich nicht nur professionelle Planungs- und Ingenieurbüros spezialisiert, sondern auch Dienstleister aus den Bereichen Wartung und Service. Sogar ganz neue Branchen wie Turmbauer oder Rotorblatthersteller sind entstanden. So hat sich die Windbranche im Zeitraffer-Tempo zu einem respektablen Industriezweig gemausert, der von der Stahlindustrie über den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zur Elektrotechnik Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze sichert. Von der wachsenden Nachfrage nach Windrädern profitiert haben vorwiegend mittelständische Produzenten und Zulieferer aus den klassischen Maschinenbaubereichen – Gießereien und Kranhersteller ebenso wie Getriebe- und Wälzlagerhersteller. Sie erzielen mit Komponenten für die Windindustrie einen stetig wachsenden Umsatzanteil. So haben sich entlang der Küsten, an traditionsreichen Maschinenbaustandorten Nordrhein-Westfalens, Bayerns, Baden-Württembergs sowie in Ostdeutschland innovative Kompetenzzentren im Bereich Windenergie gebildet, die ihrer Region neuen wirtschaftlichen Schub geben. Während sich etablierte Unternehmen im Westen und Süden Deutschlands neue Absatzmärkte erschließen können, bietet die boomende Windenergiebranche besonders an der Küste und im Osten des Landes struktur- und arbeitsmarktpolitische Chancen. Hier schaffen Unternehmensgründungen, von der Projektierung über Anlagenbau und Zulieferindustrie bis hin zur Wartungsindustrie, Zukunftsperspektiven in den strukturschwachen Regionen, während die Kommunen von den Gewerbesteuereinnahmen der Windparkgesellschaften profitieren. Gleichzeitig öffnen sich für Windenergieanlagen aus Deutschland zunehmend neue Märkte im Ausland. Auch die Vorbereitungen für den Einsatz von Offshore-Windenergieanlagen (die Nutzung der Windenergie auf dem Meer) sowie das Repowering (der Ersatz älterer Anlagen durch neue, etwa doppelt so leistungsfähige am gleichen Standort) laufen auf Hochtouren.