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Windkraft international

Exportschlager Windkraft

Die politischen Rahmenbedingungen für den Weltmarkt für Windenergie sind gut: Schwellenländer wie China und Indien müssen wegen ihres rasant steigenden Energiebedarfs auch auf die Erneuerbaren setzen, wollen sie in Zeiten wachsender Rohstoff-Knappheit den Anschluss an die industrialisierte Welt schaffen.  China etwa hat Ende Februar 2005 ein entsprechendes Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien verabschiedet.  Das Kioto-Protokoll verpflichtet die Teilnehmerstaaten, den Ausstoß von CO2 und anderer Treibhausgase zu reduzieren. Die Erneuerbaren Energien dürfen zwar am Emissionshandel nicht teilnehmen, aber die Handelsinstrumente Joint Implementation und Clean Development Mechanism bergen laut Wirtschaftsforschern einiges an Export-Potenzial.  Doch neben dem schleppend anlaufenden Emissionshandel werden die Teilnehmerstaaten auch auf die Erneuerbaren setzen müssen, wenn sie ihre Kioto-Ziele erreichen wollen. Die dänische Unternehmensberatung BTM hält 2025 bei der Windenergie einen jährlichen Zuwachs von 115.000 MW für möglich.  Nach der Studie Windforce 12 von Greenpeace und GWEC könnte das Marktvolumen 2020 sogar rund 160.000 MW an neu installierter Leistung betragen. 

Windindustrie trotzt Wirtschaftskrise

Nach einem Rekordwachstum in 2008 stabilisiert sich der Weltmarkt für Windenergieanlagen 2009 auf sehr hohem Niveau. Mit vergleichsweise sehr guter Finanzierungssicherheit gegenüber anderen Branchen und einem stabilen Heimatmarkt im Rücken behaupten deutsche Hersteller und Zulieferer ihre Spitzenstellung beim weltweiten Ausbau der Windenergie.

Die deutsche Wertschöpfung an allen weltweit produzierten Anlagen und Komponenten erhöhte sich im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 Prozent auf über 7,9 Milliarden Euro. Der weltweite Gesamtumsatz lag bei etwa 27 Milliarden Euro. Die Exportquote der in Deutschland produzierenden Windenergieanlagenhersteller betrug in 2008 über 80 Prozent. Zusammen mit Installation, Betrieb und Service erwirtschaftete die Windbranche etwa 9,7 Milliarden Euro. 2008 stellten Hersteller und Zulieferer allein etwa 37.000 direkte Arbeitsplätze bereit. Mit den industriellen Vorleistungen, Installation und Infrastruktur sowie Service und Betrieb waren in der gesamten Windbranche rund 90.000 Personen beschäftigt.
Die Windindustrie steht in der Wirtschaftskrise wesentlich besser da als der Durchschnitt des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Der Weltmarkt wird in 2009 eine Verschnaufpause einlegen, um 2010 wieder mit einer Wachstumsrate von bis zu zehn Prozent aufwarten zu können. Die internationalen Märkte sind intakt und bei vernünftigen Projekten steht auch die Finanzierung.

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