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Klimafolgen und Klimaschutz – Rettungsanker Erneuerbare Energien

Hitzerekorde, Jahrhundertfluten, Orkane – der globale Klimawandel mit seinen extremen Wettersituationen ist längst auch in Deutschland spürbar. In Zukunft werden sich ganze Klima- und Vegetationszonen verschieben und der Meeresspiegel ansteigen. Es drohen Hungerkatastrophen und Überschwemmungen bisher unbekannten Ausmaßes. Die volkswirtschaftlichen Schäden sind nicht absehbar.

Kein Zweifel: Das Klima ändert sich!

Zwar ist die Erforschung des Weltklimas, seiner komplexen Zusammenhänge und Bedingungen bei weitem noch nicht abgeschlossen. Heute bezweifelt jedoch kein ernsthafter Wissenschaftler, dass der vom Menschen durch Emission von Industrie-Abgasen forcierte Treibhauseffekt einen entscheidenden Faktor der heutigen Klimaveränderung darstellt. So hat sich seit Beginn der Industrialisierung die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid um mehr als ein Viertel erhöht. Im gleichen Zeitraum stieg die mittlere bodennahe Lufttemperatur um circa 0,5° Celsius. Diese könnte laut Szenarien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) bis 2100 sogar nochmals um bis zu 5,8° Celsius steigen, sofern nicht deutliche Gegenmaßnahmen zur Reduktion der klimarelevanten Emissionen ergriffen werden.

Report von Sir Nicholas Stern, Berater der brittischenRegierung:
Klimaschutz: Warten wird teuer

Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair hat sein letztes Regierungsjahr dem Kampf gegen Klimawandel und Terrorismus gewidmet. Das Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2050 um bis zu 60 Prozent zu reduzieren, solle gesetzlich festgeschrieben werden kündigte Königin Elizabeth II im Namen Blairs an.
Gerade erst hatte die britische Regierung die Studie „The Economices of Climate Change“ vorgestellt, die der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Sir Nicolas Stern, im Auftrag der Regierung anfertigte. Zwischen 5 und 20 Prozent (je nach Breite der berücksichtigten Palette von Risiken und Einflüssen) des weltweiten BIP werden in Zukunft für den Umgang mit Klimaschäden aufgewendet werden müssen, wenn sich die globale Durchschnittstemperatur bis 2050 um bis zu 5 Grad erhöht. Dabei handelt es sich um Summen zwischen 1,6 und 6,2 Milliarden Euro jährlich. „Für nur ein Prozent des globalen BIP - immer noch stattliche rund 300 Milliarden Euro pro Jahr - können wir den Ausstoß der Treibhausgase bis 2050 auf ein noch erträgliches Maß eindämmen“, so Stern.
Die Welt braucht sich nicht zwischen der Vermeidung des Klimawandels und der Förderung von Wachstum und Entwicklung zu entscheiden. Änderungen der Energietechnologien und der Struktur von Volkswirtschaften haben Gelegenheiten geschaffen, um Wachstum von Treibhausgasemissionen abzukoppeln. In der Tat würde es das Wirtschaftswachstum irgendwann schädigen, wenn man den Klimawandel ignorieren würde.
Die Studie zeigt, dass Klimaschutz keine technische Frage ist, sondern eine höchst politische. Je länger mit den Klimaschutzinvestitionen gewartet werde, desto teurer wird es am Ende.
Downloads der deutschen Zusammenfassung siehe rechter Rand

Klimaschutz - Die Industrieländer in der Pflicht

Die Erde heizt sich auf. Die Ressourcen gehen zur Neige. Computersimulationen renommierter Klimafachleute zeigen, dass ein weltweiter Temperaturanstieg kaum mehr vermeidbar ist, wenn der Anteil der von Menschen verursachten Treibhausgase in der Atmosphäre nicht drastisch reduziert wird. Seit 1990 sind vor allem die energetisch bedingten CO2-Emissionen weltweit um rund acht Prozent auf 23 Milliarden Tonnen gestiegen.

Fachleute erwarten einen Anstieg auf rund 38 Milliarden Tonnen im Jahr 2020 – zu viel für unseren Globus. Zwei Drittel der gegenwärtigen Emissionen werden von den westlichen Industriestaaten und Japan produziert. Wissenschaftler schätzen, dass die Industrieländer ihre Emissionen bis 2050 um ca. 80 Prozent senken müssen, um den Klimawandel in erträglichen Ausmaßen zu halten. Sonst droht der Welt eine Katastrophe, sagen Forscher: Die mittlere globale Temperatur würde sich bis 2100 um bis zu 5,8 Grad Celsius erhöhen, der Meeresspiegel im selben Zeitraum um bis zu 90 cm steigen. Orkane gehören dann zum Alltag und Klimazonen und Niederschlagsgebiete verschieben sich. In Deutschland waren Jahrhundertflut, Jahrhundertsommer und Orkane ein erster Vorgeschmack. Würden alle Länder den gleichen Lebensstandard erreichen wie die OECD Staaten, bräuchten wir vier Planeten, um den Bedarf an Rohstoffen decken zu können. Industrieländer wie Deutschland stehen daher in der Verantwortung, Entfaltungsmöglichkeiten auch für die weniger entwickelten Länder zu schaffen. Das geht nur, wenn wir uns von unserem überbordenden Ressourcenverbrauch verabschieden und eine nachhaltige Energieversorgung aufbauen. Ein Auftrag an die Politik.

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