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Windenergie ist Umweltschutz! Die vermiedenen Schadstoffemissionen helfen nicht nur die internationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Sie tragen vor allem dazu bei, dass Mensch, Tier und Natur in einer gesünderen Umwelt zusammen (über)leben können.

Die Industrienationen der Welt stehen unter Handlungsdruck: Ihre Wirtschaft fußt auf der Energiegewinnung aus den fossilen Rohstoffen Öl, Kohle, Gas und Uran. Doch die sind prinzipiell endlich und werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Zudem zeichnet sich ab, dass das Ökosystem Erde die Belastungen, die von der Verbrennung fossiler Energieträger ausgehen, nicht mehr lange verkraften kann. Bereits heute spüren wir die Auswirkungen der Klimaerwärmung, häufen sich Katastrophen wie Orkane und Überschwemmungen. Die Energiewende, eine stärkere Nutzung der regenerativen Energieformen aus Sonne, Wind, Wasser, Biogas und Geothermie ist somit unabdingbar.
Windenergie leistet inzwischen einen beträchtlichen Anteil an der Stromversorgung. In Deutschland sind es 6,4 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Durch die Nutzung des Windes konnten hier allein im Jahr 2008 über 34 Millionen Tonnen Co² eingespart werden. Dies bedeutet eine erhebliche Entlastung der Umwelt und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Deutschland wird somit seiner globalen Verantwortung gerecht.

"Windenergie finde ich ok, aber bitte nicht bei mir!" NIMBYs nennt man solche Leute: Not in my Backyard! Das ist die typische Haltung diverser Bürgerinitiativen gegen die Windkraft. Und hier liegt auch schon das ganze Dilemma: Der große Nutzen der Windenergie für den Klimaschutz wird überhaupt nicht bestritten. So mancher befürchtet allerdings, dass der "Riesenspargel" die heimische Landschaft verschandelt, eine erhebliche Lärmbelästigung mit sich bringt und eine Gefahr für die ansässige Vogelwelt darstellt. Globaler Klimaschutz also im Konflikt mit regionalem Umwelt- und Naturschutz?
Moderne Windmühlen bleiben trotz ihres ökologischen Wertes bauliche Eingriffe in die Natur. Irritationen lassen sich somit nicht völlig vermeiden, sie können durch eine sorgfältige Planung und Standortwahl jedoch minimiert werden. Dies gilt für den Landschaftsschutz ebenso wie für den Schutz von Vögeln und Wildtieren. Die fortschreitende technische Innovation, sei es die Verwendung von matten, nicht reflektierenden Farben oder schalltechnisch optimierte Rotorblattformen, sorgt zudem dafür, dass bei neueren Anlagen Störungen des menschlichen Umfeldes inzwischen kaum mehr vorkommen.
Kein vielzitierter Vogelschlag, kein gesundheitsschädigender Infraschall oder Discoeffekt - die Beeinträchtigungen von Umwelt und Natur durch die Nutzung der Windenergie sind im Vergleich zur Energiegewinnung aus fossilen Rohstoffen marginal. Warum also dieser konstruierte Gegensatz? Eines sollte klar sein: Globaler Umwelt- und Klimaschutz ist die Voraussetzung für den Erhalt lokaler Biotope und Arten. Wer versucht, beides gegeneinander auszuspielen, tut der Natur keinen Gefallen.