Bundesverband WindEnergie e.V.

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Pressemitteilung vom 28.10.2005

Unionspläne gefährden Jobs und verteuern Klimaschutz

BWE: „Windenergie an Land ist der Billigmacher im Ökostrommix“
Berlin – Der Bundesverband WindEnergie (BWE) warnt vor jeglichen Einschnitten bei der Windenergienutzung. Dadurch wären nicht nur rund 60.000 Arbeitsplätze gefährdet, sondern die Kosten für Klimaschutz und den planmäßigen Ausbau der erneuerbaren Energien würden unnötig in die Höhe getrieben.

Nach übereinstimmenden Pressemeldungen fordern die Vertreter der Union in den Koalitionsverhandlungen deutliche Einschnitte bei der Windenergienutzung. Neben der Atomfrage ist dies offenbar der einzige Streitpunkt. BWE-Präsident Peter Ahmels: „Die Windenergie-Nutzung an Land ist der Billigmacher im Ökostrommix. Wer sie jetzt beschneidet, verteuert unnötig die Kosten der Verbraucher für Klimaschutz und Energieunabhängigkeit.“

Neben der Nutzung von Wasserkraft, Deponie- und Klärgas erhielten Windenergieanlagen die geringsten Vergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ihr Ausbaupotenzial sei dagegen noch erheblich. Die angeblich schwachen Windstandorte, die die CDU/CSU ausschließen will, erhalten nach Angaben des BWE mit 8,53 ct/kWh maximal 7,7 Prozent mehr Vergütung als eine Windenergieanlage an einem guten Küstenstandort (7,92 ct/kWh). Sie sind jedoch immer noch deutlich günstiger als etwa die Vergütung für Windenergieanlagen auf See (Offshore).

Vgl. Tabelle (Word-Datei)

Zudem gefährdet der Unionsplan die Arbeitsplätze in der deutschen Windindustrie. Ahmels: „Der Neubau von Windenergieanlagen an Land bleibt noch viele Jahre der Brot- und Buttermarkt für die deutsche Windindustrie. Wer diesen Markt jetzt gefährdet, riskiert die Zukunft von mehr als 60.000 Arbeitsplätzen bei Herstellern und Komponentenzulieferern.“ Auch weitere Exporterfolge – die Exportquote beträgt bereits rund 60 Prozent – seien ohne stabilen Heimatmarkt nicht möglich, so Ahmels. Vielmehr sei im schlechtesten Fall eine Verlagerung von Fertigungsstätten in Länder wie die USA, Kanada oder Spanien zu befürchten, die den Windenergieanteil rasant steigern.

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