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Ersatz alter Windkraftanlagen rechnet sich / „Klassische Win-Win-Situation"
Berlin – Eine neue Studie der TU Berlin belegt: Eine moderne Windkraftanlage kann fünf alte ersetzen und liefert dabei bis zu vier Mal mehr Strom. „Das Repowering birgt viele Vorteile“, sagte Herman Albers, Vize-Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE), bei der heutigen Präsentation der Studie in Berlin: „Moderne Windkraftanlagen laufen effizienter und liefern wesentlich mehr Strom. Zudem wird der Konflikt mit dem Landschaftsschutz entschärft, da Windparks ausgedünnt werden – eine klassische Win-Win-Situation.“ Innerhalb von 15 Jahren könnten alle Windkraftanlagen in Deutschland mit heute rund 17.000 Megawatt (MW) Leistung modernisiert werden. Dabei ist eine Leistungssteigerung um das 2,5-fache realistisch (42.500 MW) und ein dreifacher Stromertrag, also rund 90 Mrd. Kilowattstunden.
Während beispielsweise Windkraftanlagen aus den frühen 90er Jahren eine Nennleistung von 300 Kilowatt (kW) erreichen, bringen es die modernen Anlagen der Multi-Megawatt-Klasse schon auf fünf MW und mehr. Im Auftrag des BWE untersuchte nun das Hermann-Föttinger-Institut für Strömungsmechanik der TU Berlin die Möglichkeiten des Repowerings bei Windparks in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Ergebnisse der Studie:
Probleme sehen die Wissenschaftler jedoch bei den rigiden Höhenbegrenzungen und Abstandsregelungen der Länder für Windräder. Mit ihnen sind gar keine oder nur minimale Effizienzgewinne möglich. Könnte man etwa die bestehende Leistung eines Windparks mit 13 Anlagen in Schleswig-Holstein durch Repowering um das 4,3-fache bei nur mehr sechs Anlagen steigern, so dampfen Höhen- und Abstandsempfehlungen die Leistungssteigerung auf den Faktor 1,7 ein. Studien-Beispiele aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zeigen sogar, dass Höhen- und Abstandslimits auch kleinste Effizienz-Gewinnen nicht zulassen. BWE-Vize Albers: „Ohne einen wesentlichen Effizienz-Zuwachs wird kein Windmüller in neue Anlagen investieren. Das bedeutet, dass die Länder mit ihren Regelungen nicht nur industrielles Wachstum und eine saubere Stromerzeugung verhindern, sondern auch die gewünschte Entlastung des Landschaftsbilds.“
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