News vom 31.05.2010

Windkraft-Boom in USA bietet günstige Chance für Markteinstieg

Windenergie zählt in den USA zu den stärksten Wachstumsbranchen. Mit einer Neuinstallation von fast zehn Gigawatt legte der Markt sogar im Krisenjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent zu. Angesichts des Klimawandels und der Verknappung fossiler Brennstoffe will die US-Regierung den Ausbau erneuerbarerer Energien in den kommenden Jahren massiv fördern. Der anstehende Windkraft-Boom bietet deutschen Anbietern eine günstige Chance für den Markteinstieg.

Houston, Texas, 27. Mai 2010 - Mit einer Gesamtinstallation von rund 35.000 Megawatt sind die USA weltweit der mit Abstand größte Markt für Windkraft. Zum Vergleich: Deutschland folgt an zweiter Stelle mit rund 26.000 Megawatt. Bis zum Jahr 2030 will die US-Regierung den Anteil der Windenergie noch deutlich ausbauen, von derzeit zwei Prozent auf 20 Prozent, was mehr als 300 Gigawatt entspricht.

„Das bedeutet für die kommenden 20 Jahre eine jährliche Neuinstallation von durchschnittlich gut 13 Gigawatt“, erläutert Thomas Schwegmann, Experte für erneuerbare Energien bei der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer (AHK USA) in Houston. „Dieses Wachstum bietet deutschen Herstellern, Zulieferern und Projekt-Entwicklern glänzende Absatzmöglichkeiten.“ Im laufenden Jahr rechnen Experten mit einer Windkraft-Neuinstallation von neun Gigawatt, für 2011 prognostizieren sie elf Gigawatt.

Für den Ausbau der Windenergie sprechen insbesondere die natürlichen Bedingungen des Landes. „Viele Gebiete bieten beste Windstärken“, sagt Schwegmann. Insbesondere an den Küsten und im Umland der großen Seen wehen vielerorts die Luftmassen in 50 Metern Höhe mit Geschwindigkeiten von rund acht bis elf Metern pro Sekunde. Das entspricht den obersten Windkraft-Klassen 6 und 7 und verspricht damit eine optimale Energie-Ausbeute. Da diese Regionen dicht besiedelt sind, muss die Elektrizität nicht über große Distanzen zu den Abnehmern geleitet werden.

Günstig sind auch die politischen Rahmenbedingungen: Zwar gibt es in den USA – im Gegensatz zu Deutschland – keinen festen Einspeisetarif, so dass die Anbieter die Preise mit den Energieversorgern aushandeln müssen. Aber Förderprogramme der US-Regierung sollen gewährleisten, dass Windkraft zu einem marktfähigen Preis erzeugt wird. So können Anbieter mit staatlicher Unterstützung etwa in Form üppiger Zuschüsse oder Steuerfreibeträge rechnen. „Darüber hinaus bieten auch die Bundesstaaten Firmen für die Ansiedlung finanzielle Anreize“, sagt Schwegmann. „Das ist in Deutschland kaum bekannt.“

Der sich abzeichnende Boom lockt vermehrt ausländische Unternehmen auf den US-Markt für Windenergie, darunter auch deutsche Firmen: Im vergangenen Jahr sicherte sich der Hersteller Nordex im Staat Pennsylvania mit einem einzigen Projekt in der Größe von 62,5 Megawatt einen Marktanteil von einem Prozent. Ebenfalls im Jahr 2009 konzipierte der Konzern E.on als Projektentwickler in Texas die größte Windfarm der Welt mit einer Gesamtleistung von rund 782 Megawatt.

Die derzeitige Präsenz deutscher Anbieter auf dem US-Markt hält Schwegmann für stark ausbaufähig. „Deutsche Firmen haben hier große Vorteile“, betont er. „Im Vergleich zu amerikanischen Unternehmen haben sie viel mehr Erfahrung im Bau großer und hoher Windkraftanlagen.“ Zugute kommt ihnen außerdem der ausgezeichnete Ruf von deutschem Knowhow und deutscher Technik, die auch jenseits des Atlantiks als sehr innovativ und zuverlässig gilt.

Die Deutsch-Amerikanische Handelskammer (AHK USA) ist bei der Markterschließung ein zuverlässiger Partner auf dem Weg zu einem eigenen Standort in den USA. Das interkulturelle, zweisprachige Personal bietet dabei das Wissen um die vielfältigen strukturellen Besonderheiten des amerikanischen Marktes.

Die AHK USA verfügt außderdem als offiziell beauftragte Repräsentanz der deutschen Wirtschaft mit direktem Sitz in den USA über ein großes Kontakt- und Mitgliedernetzwerk. Der spezifische Erfahrungsaustausch mit deutschen Unternehmen, die bereits einen eigenen Standort in den USA haben, hilft wichtige Informationen über den Auswahlprozess oder einen spezifischen Bundesstaat zu erhalten. Zudem kooperieren sie vor Ort eng mit einer Vielzahl an Wirtschaftsförderern sowie zweisprachigen Dienstleistern, die sich auf transatlantische Geschäftsbeziehungen spezialisiert haben.

Weitere Informationen sind unter www.standort-usa.de zu finden.

Infos zur AHK
Im Verbund der AHK USA präsentieren sich die Deutsch-Amerikanischen Handelskammern in Atlanta, Chicago, Houston, New York, Philadelphia und San Francisco. Mit ingesamt zirka 2.500 Mitgliedern sowie exzellenten Kontakten zu Verbänden, staatlichen Institutionen und Unternehmen, verfügt die AHK USA über ein leistungsstarkes Netzwerk. Zu diesem Netzwerk gehören auch deutsch-amerikanische Wirtschaftsorganisationen, die als chapter oder affiliate organizations den AHKs angeschlossen sind. Die AHKs sind in Deutschland eng verbunden mit dem Netzwerk der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs). Dachorganisation der IHKs ist der deutsche Industrie- und Handels-kammertag (DIHK), der gleichzeitig das AHK-Netzwerk koordiniert und betreut. Zusätzlich agiert der Repräsentant der Deutschen Wirtschaft (RGIT) mit Sitz in Washington, DC als Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft gegenüber der US-Administration und weiteren internationalen Organisationen vor Ort.

Kontakt:
Thomas Schwegmann, Manager,
German American Chamber of Commerce of the Southern US, Inc.
1900 West Loop South, Suite 1185, Houston, TX 77027
Telefon: +1 (832) 384-1204, Fax: +1 (713) 715.6599
E-Mail: tschwegmann[et]gaccsouth.com


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